90 chemischen Literatur des In- und Auslandes, die früher den Mitgliedern in einem besonderen „Referatenteil“ zugänglich gemacht wurde, Veranlasste die Gesellschaft im Jahre 1897, das schon bestehende „Chemische Zen tralblatt“ zu erwerben und in erweiterter Form her auszugeben. Diese gegenwärtig ebenfalls auf ca. 5000 Seiten angewachsene Zeitschrift, die zuerst von R. Ahrend, dann von A. Hesse redigiert wurde, gibt eine vollständige Uebersicht sämtlicher Veröffentlichungen aus den Gebieten der reinen und angewandten Chemie, einschliesslich der deutschen Patentliteratur. Von den Abonnenten gehören etwa drei Fünftel dem Inlande und zwei Fünftel dem Auslande an. Die Benutzung der „Be richte“ und des „Zentralblattes“ wird durch sieben Generalregister erleichtert. Um aber den besonderen Bedürfnissen der organischen Chemie gerecht zu wer den, ist neuerdings eine Von R. Stelzner redigierte Herausgabe der „Zweijährlichen Literatur - Re gister der organischen Chemie“ aufgenommen wor den, die nach einem besonderen, zuerst von M. M. Richter angewandten Formelsystem geordnet sind. Ein ähnliches „Literaturregister der anorganischen Chemie“ ist von M. K. Hof mann vor kurzem in Angriff genommen worden. Neben diesen periodischen Veröffentlichungen hat aber die Gesellschaft seit 1897 in der Fortsetzung des „Hand buches der organischen Chemie von F. Beilstein“ die Von P. Jacobson redigierte, systematisch geordnete Sammlung der gegenwärtig etwa 150000 Verbindungen umfassenden organisch-chemischen Forschungsergebnisse übernommen, deren vierte in Vorbereitung befindliche, auf 12 Bände berechnete Auflage auf mehr als 1000 Druckbogen geschätzt wird. * * *