Immer enger wird das Band, das die Industrie mit dem Ausland verbindet. Die Pflege dieser Beziehungen verlangte eine machtvolle Handelsflotte, deren Ausgestaltung wiederum eine kräftig fließende Auftragsquelle der Industrie wurde. Der wachsende Außenhandel und die Vermehrung der Handelsflotte gaben immer häufiger Gelegenheit, dem Auslande Dienste als Zwischenhändler, Vermittler und Frachtführer zu leisten. Soweit diese Dienste nicht durch gleichartige des Auslandes aufgewogen wurden, mußten sie durch Produkte aller Art, hauptsächlich Nahrungsmittel und Rohstoffe vergütet werden. Daß diese Einfuhr, der keine Warenausfuhr gegenüberstand, die heimische Nachfrage nach Industrieprodukten stärkte, liegt auf der Hand. Die Kapitalien endlich, die der aus dem gewaltigen Aufschwung des gesamten Wirtschaftslebens resultierende Reichtum zur Verfügung stellte, suchten, wie in England, in wachsendem Maße Anlage im Ausland, stärkten dadurch dessen Kaufkraft auch für deutsche Pro dukte und zwangen es, soweit nicht gleiche Verpflichtungen seitens Deutsch lands gegenüberstanden, Zinsen und Dividende in der Gestalt von Nahrungsmitteln, Rohstoffen, Edelmetallen und Waren nach Deutschland zu senden. Auch diese Einfuhr führte zu einer Kräftigung des inländischen Marktes der Industrieprodukte. Der Exportkapitalismus gewinnt seit Ende der 8oer Jahre stetig an Bedeutung. Eine mächtige Ausdehnung der Aufnahmefähigkeit für industrielle Produkte im Inlande wie im Auslande kennzeichnet die Marktentwicklung seit den 70er Jahren und dennoch fällt in die gleiche Zeit die Entstehung und Erstarkung der Kartell- und Trustbewegung. Trotz rasch wachsender Nachfrage beginnen erst hier dann dort die Konkurrenzregulierungen. Nur kurze Zeit hat volle Gewerbefreiheit geherrscht und schon wieder engen neue Bindungen die Freiheit ein.