9i Sicherung ausreichte, gegenüber. Dieses Resultat kann die Preistendenz des Kartells nur günstig beeinflussen, während es gleichzeitig infolge der Verringerung der inneren Reibungen an Festigkeit gewinnt. In der Kokserzeugung ist bisher noch die technische Leistungsfähigkeit der Maßstab für die Größe der Beteiligungsziffer. Für jede neue Tiefbauanlage, ­ für die eine Kokerei eingerichtet wird, muß auch eine Zusatzbeteiligung ­ bewilligt werden. Das hat zur ständigen Ausdehnung der Kokserzeugung ­ geführt. Die Kokserzeugung muß sich aber nach dem Bedarf ihrer Abnehmer also hauptsächlich nach der Roheisenerzeugung richten. Der Durchschnittsversand des Roheisenverbandes betrug in den ersten 5 Monaten des Jahres 1914 etwa 85,83% der Beteiligung, so daß also der wirkliche Versand hinter der Beteiligung nur um 14,2% zurückblieb, während am Koksmarkt eine Produktionseinschränkung von 55% notwendig ­ war 1 ). Dieses Mißverhältnis ist nicht nur eine Folge der Errichtung neuer Kokereien auf den Syndikatszechen, sondern auch der außersyndikatlichen, vor allem der fiskalischen Zechen. Der neue Vertragsentwurf des Kohlensyndikats sieht eine Bestimmung vor, nach der neben der technischen Leistungsfähigkeit die wirtschaftliche Absatzmöglichkeit für die Beteiligungsziffer in Koks maßgebend sein soll. Hat ein Zechenbesitzer ­ bereits eine Verkaufsbeteiligung in Koks oder Briketts, dann soll seinem Anträge auf Erstbeteiligung für eine neue Kokerei nur dann stattgegeben werden, wenn innerhalb eines halben Jahres vor Stellung des Antrages in mindestens 3 aufeinander folgenden Monaten wenigstens 85 % der Gesamtverkaufsbeteiligung in Koks oder Briketts abgesetzt worden sind. Außer der Regelung der Beteiligungsquoten haben die Kartelle, die durch Kontingentierung das Überangebot beseitigen wollen, und ebenso die einfachen Reduktionskartelle noch eine andere Aufgabe zu lösen. Will das Kartell die Produktion beherrschen, dann kann es die großen kombinierten Betriebe nicht unberücksichtigt lassen. Die Unternehmungen mit vertikaler Kombination werden sich an einer Kartellierung der Rohstoffe ­ und Zwischenprodukte gern beteiligen, um die Preise dieser Produkte auf einer Höhe zu halten, die ihren eigenen Absatz dieser Produkte nicht zu sehr einengt, aber den Vorteil der Kombination^den reinen weiterverarbeitenden ­ Werken nicht teilhaftig werden läßt^Sie sind also auch bereit, soweit sie mit diesen Produkten auf den Markt angewiesen sind, sich den Produktionsbeschränkungen zu unterwerfen. Dagegen suchen sie jeden Eingriff in ihre Verfügungsgewalt über den Teil ihrer Erzeugnisse abzuwehren, ­ den sie selbst zu Fertigprodukten weiter verarbeiten. Dieses J ) Rheinisch-Westfälische Zeitung Nr. 707 vom 14. Juni I9 r 4-