41 schafft werden kann. Deshalb muß bei Auswahl der Tabaksorten berücksichtigt werden, ob der Lagerbestand die Fabrikation des neuen Produktes auf längere Zeit hinaus gestatten ,wird, respektive muß beim Rohtabakhändler angefragt werden, ob die in Betracht kommenden Tabake noch lange in gleicher Qualität nachgeliefert werden können. Sind alle diese Erfordernisse erfüllt, so werden die neuen Mischungen, die bei manchen Zigaretten aus dreißig bis vierzig verschiedenen Tabakarten bestehen, erst im kleinen praktisch ge nauer erprobt. Mit besonders zu diesem Zwecke konstruierten Miniaturschneidemaschinen wird ein kleines Quantum der zur Mi schung erwählten Tabakblätter geschnitten und dann daraus eine Anzahl von Probezigaretten angefertigt, die von den maßgebenden Faktoren des Betriebes geraucht und beurteilt werden. Ist man der Meinung, daß das Fabrikat noch nicht den gestellten Anforde rungen entspreche, so werden die Proben weiter fortgesetzt. Ein zelne Tabaksorten werden aus der Mischung weggelassen, andere hinzugesetzt. Glaubt man endlich das Richtige getroffen zu haben, so wird nunmehr mit der Fabrikation im großen begonnen. Wir schreiten jetzt zur Betrachtung der einzelnen Be triebsabteilungen, in denen sich die verschiedenen Teile des Produktionsprozesses abspielen. Hierbei ist noch zu bemerken, daß je größer der Betrieb, desto größer auch die Arbeitsteilung ist. In mittleren und kleineren Betrieben dagegen werden infolge der beschränkteren Verhältnisse mehr oder weniger Funktionen, für deren Verrichtung in größeren Betrieben jeweils besondere Arbeits kräfte bestellt sind, von nur einer Person versehen. C. Das Entblättern, Sortieren und Schneiden des Tabaks. Wie wir weiter oben gesehen haben, lagert der vom Fabri kanten angekaufte Tabak weiter unter Zollverschluß im amtlichen Zollager. Von hier läßt der Fabrikant, um Zinsverluste zu ver meiden, jeweils nur ein so großes Quantum abholen, als es sein Bedarf für die nächsten zwei bis vier Wochen voraussichtlich er fordern wird. Sind die Tabakballen in der Fabrik angekommen, so werden sie zunächst in gut ventilierten Räumen gelagert. Sollen sie dann zur Fabrikation Verwendung finden, so werden sie zuerst Frauen übergeben, welche die in den Tabakballen fest zusammen gepreßten Blätter voneinander zu lösen haben. Bei dieser Arbeit, dem sogenannten „Entblättern“ oder „Aufreißen“, werden