47 demselben Qualitätstabak. Freilich hat die Maschinenarbeit auch ihre unzweifelhaften Vorzüge, namentlich vom hygienischen Stand punkte aus, da sie größere Gewähr für Sauberkeit als teilweise die Handarbeit liefert. Die Abteilung für Hand- und (eventuell) Maschinen anfertigung der Zigaretten nimmt in jeder Zigarettenfabrik naturgemäß den breitesten Raum ein. Die technische Leitung derselben liegt in den Händen eines Werkmeist er s; für die Vor nahme der Lohnbuchungen finden sich daselbst in allen größeren Betrieben besondere Lohnbuch führ er. Vom Tabakmeister läßt sich nun der Werkmeister die zur Fabrikation nötigen Quanten geschnittenen Tabaks, von der Hülsen abteilung die Hülsen oder Blättchen ausliefern und verausgabt sie an die Zigarettenarbeiterinnen. Das Gewicht des jeder Arbeiterin übergebenen Tabakquantums und die Zahl der gelieferten Blättchen oder Hülsen werden hierbei auf den Lohnlisten vermerkt, die sich in den Händen der Arbeiterinnen befinden. Nachdem die Arbeiterin auch noch einen Holzständer (gewöhn lich „Schräge“ genannt) zur Aufbewahrung der gefertigten Zigaretten in Empfang genommen hat, begibt sie sich an ihren Platz und beginnt mit der Herstellung der Zigaretten. Manche Arbeiterinnen bedienen sich hierbei der sogenannten „Stopfer“. Es sind dies Metallröhren, in die das für eine Zigarette nötige Tabakquantum hineingelegt wird, um dann mittels eines Stäbchens in die der Röhre aufgesteckte Hülse gestoßen zu werden. Meistens wird heute jedoch eine andere Methode, die sogenannte „Gürtelarbeit“ zur An wendung gebracht. Bei dieser gestaltet sich das Fabrikationsverfahren folgendermaßen: In ein Stück Pergamentpapier, das mit einer Breitseite auf dem Tische befestigt ist, legt die Arbeiterin das für eine Zigarette erforderliche Tabakquantum, gibt ihm durch Rollen des Papiers die gewünschte Form, schiebt die Hülse in die Papier rolle und stößt den Tabak mit einem Stäbchen aus der Rolle in die Hülse. Es bleibt dann nur noch übrig, den an den Enden der Hülse herausstehenden Tabak mit einer Schere abzuschneiden und die Zigarette ist fertig. Sollen die Zigaretten mit Mundstück versehen sein, so wird dieses von der Arbeiterin besonders angefertigt und nachträglich in die Hülse, die in diesem Falle nur zum Teil mit Tabak gefüllt worden ist, hineingeschoben. Unter den Zigarettenarbeiterinnen gibt es wieder die mannig faltigsten Spezialistinnen. Die eine Zigarettenmacherin arbeitet stets