50 In die hierfür bestimmten Rubriken des Zettels trägt er dabei die Nummer der abliefernden Arbeiterin und das Datum des Tages, an dem die Zigaretten abgeliefert sind, ein. Dann läßt er den Ständer mit den Zigaretten in das seiner Aufsicht anvertraute „Lager für halbfertige Fabrikate“ bringen, wo derselbe solange unangerührt verbleibt, bis auf Order seine Abgabe an die Packerei erfolgt. Außer mit der Hand werden in der Zigarettenanfertigungs- Abteilung gegebenenfalls auch noch mit Maschinen Zigaretten hergestellt, teils mit sogenannten „Stopfmaschinen“, welche die auf maschinellem Wege hergestellten Hülsen mit Tabak füllen, teils mit automatisch arbeitenden Zigarettenmaschinen, die die voll ständige Herstellung der Zigaretten mit Ausnahme des Tabak schneidens übernehmen. Solche Maschinen findet man aber, wie schon weiter oben angedeutet ist, nur in großen Betrieben, da nicht nur ein größeres Anlagekapital zur Beschaffung dieser Maschinen erforderlich ist (eine Zigarettenmaschine kostet 10—22000 Mk.), sondern auch noch ein bei weitem größeres Betriebskapital für die Beschaffung der von den Maschinen zu verarbeitenden Roh stoffe, für Reklame, um den gewaltigen Produktenmengen dieser Maschinen Absatz zu verschaffen, für Kartonnagen, für kaufmän nisches Personal usw. Können doch mit einer Stopfmaschine, die als notwendige Ergänzung übrigens stets eine Hülsenmaschine vor aussetzt, stündlich 3—6000 Hülsen mit Tabak gefüllt, mit einer Zigarettenmaschine gar in gleicher Zeit 5—25000 Stück Zigaretten fix und fertig hergestellt werden. Zudem muß ein Fabrikant, der mit Maschinen arbeitet, auch genügend Leute zur Herstellung einer zur Maschinenproduktion in gewissem Verhältnis stehenden Produktion von Handarbeitszigaretten haben, da es in der Zigarettenindustrie fast allgemein üblich ist, daß jede Fabrik alle Preislagen herstellt, und der Händler deshalb seinen Bedarf an billigen Sorten (Maschinen-Zigaretten) auch gleich bei dem Fabrikanten eindeckt, der ihm die besseren Qualitäten (Handarbeits-Zigaretten) liefert. Über die Arbeitsweise einer Zigarettenmaschine seien hier einige Angaben gemacht: Von einem endlosen Tuche, das um zwei in einiger Entfernung voneinander befindliche Walzen rotiert, fällt der von einer Arbeiterin gleichmäßig verteilt darauf gelegte, geschnittene Tabak in eine schmale Rinne, deren Boden gleichfalls durch ein schmales, rotierendes Band gebildet wird. Auf diesem Bande ge langt der lose Tabak in einen Formapparat, die sogenannte Kammer,