67 Jahr Tonnen zu Millionen Mark Jahr Tonnen zu Millionen Mark 1880 82 0,6 1895 48 0,6 1881 81 0,6 1896 55 0,5 1882 111 1,1 1897 59 0,6 1883 69 1,0 1898 83 0,7 1884 70 1,0 1899 93 0,7 1885 72 0,9 1900 64 0,7 1886 62 0,7 1901 76 0,8 1887 70 0,8 1902 83 0,8 1888 51 0,5 1903 87 0,8 1889 70 0,7 1904 81 0,9 1890 85 0,8 1905 96 1,0 1891 64 0,6 1906 98 1,2 1892 37 0,3 1907 91 1,1 1893 38 0,3 1908 85 1,3 1894 36 0,5 C. Die Konkurrenten der deutschen Zigarettenindustrie. Ist der Export nach dem Auslande fast bedeutunglos, so ist der Import fremder Fabrikate nach Deutschland und damit die Kon kurrenz, die durch sie den deutschen Zigarettenfabrikanten auf dem einheimischen Markte bereitet wird, um so größer. Begünstigt durch außerordentlich niedrige Zollsätze — bis 1906 betrug der Zoll für einen Doppelzentner Zigaretten nur 270 Mark — hat die Einfuhr im Laufe der Jahre immer größere Dimen sionen annehmen können, wobei sie noch wesentlich durch die bekannte Vorliebe des Deutschen für alles Ausländische gefördert wurde. Daß durch den starken Import alljährlich der deutschen Nationalwirtschaft große Summen entzogen werden, ist aber um so bedauerlicher, als die vom Auslande eingeführten Zigaretten nie besser sein können wie die gleichpreisigen deutschen Produkte. Das Gute an einer Zigarette, mag sie hergestellt sein, wo sie wolle, ob in Ägypten, wo trotz der bedeutenden Kairener Zigarettenindustrie infolge Verbotes der türkischen Regierung vom 25. Juni 1890 *) nicht eine einzige Tabakpflanze angebaut werden darf, oder in Österreich, das auch erst den Tabak aus der Türkei importieren muß, oder in England, welches mit seinen Zigaretten fabrikaten in letzter Zeit ebenfalls öfter auf dem deutschen Markte zu sehen ist, oder in Deutschland mit seiner hoch entwickelten Zigarettenindustrie — an allen diesen Zigaretten ist und bleibt das 1) Vergl. Deutsches Handels-Archiv, 1890, Teil I, Seite 411.