90 Die Arbeitsmädchen, die für das Bedienen der Maschinen, Banderolieren, Etikettieren usw. erforderlich sind, stehen in festem Wochenlohn und verdienen wöchentlich etwa 9—13 M. Nach dem Berichte der Ältesten der Kaufmannschaft von Berlin ist der Verdienst dieser Mädchen in Berlin in letzter Zeit um 10—20% gestiegen, weil das Angebot solcher Personen „dadurch daß diese in großem Umfange in der Gasglühlicht- und elektrischen Industrie Verwendung finden, bedeutend zurückgegangen ist und auch in der Zigarettenindustrie durch Einführung der Steuermarken der Be darf an ungelernten Mädchen gestiegen ist.“ Genauere Verdienstangaben haben wir von 16 Dresdener (No. 1—16) und 14 Berliner (No. 17-—30) dieser Kategorie ange- hörigen Arbeiterinnen. Es verdienten: Lfd. No. Bezeichnung der Arbeiterin Durch schnittlicher Wochen verdienst Lfd. No. Bezeichnung der Arbeiterin Durch schnittlicher Wochen verdienst 1 Banderoliererin Mark 8 16 Lohnarbeiterin Mark 10 2 75 u 17 Maschinen-Arbeiterin 7 3 Etikettiererin 11,50 18 9 4 Nadlerin 10 19 10 5 Maschinen-A rbeiterin 8 20 10 6 n 9,50 21 » 10 7 >} 9,50 22 75 10 8 n 10 23 57 10,50 9 57 10 24 57 12 10 57 10,50 25 57 13 11 57 10,50 26 77 13 12 55 12 27 5? 13 13 55 12 28 77 13 14 55 17 29 57 15 15 Loh narb eiterin 9 30 77 15 Die Summe des Wochenverdienstes der 16 Dresdener Arbei terinnen beträgt 168,50 M. und die der 14 Berliner Arbeiterinnen 160,50 M. Der Durchschnittsverdienst einer solchen Arbeiterin stellt sich demnach für Dresden auf 10,53 M. und für Berlin auf 11,46 M. Alle übrigen, noch nicht genannten Arbeiter stehen gleichfalls im Zeitlohn. Es beträgt der Wochenverdienst durchschnittlich bei den Tabakschneidern 20—30M., bei den Tabakmischern, 1) Bericht der Ältesten der Kaufmannschaft von Berlin, 1906, Teil II, Seite 109.