<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Die deutsche Zigarettenindustrie</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Kurt</forname>
            <surname>Bormann</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>1028995938</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>82 
ist als in den Motorbetrieben. Dies hat seinen Grund einerseits 
darin, daß die Betriebe ohne Motoren zumeist kleinere Betriebe 
sind, die durchschnittlich ihre Arbeiter bedeutend schlechter als 
die größeren zu bezahlen pflegen, zum anderen aber darin, daß in 
den Motorbetrieben eine größere Anzahl von Arbeitern, als 
Mechaniker, Schlosser, Buchbinder usw., beschäftigt ist, deren 
Löhne weit über denen der eigentlichen Zigaretten 
arbeiter stehen und deshalb auf die Höhe des Durchschnittslohnes 
einen stark erhöhenden Einfluß ausüben. 
Summe der wirklich verdienten Löhne in: 
Jahr 
Zigaretten 
fabriken 
ohne 
Motoren 
Auf eine Person 
entfallen durch 
schnittlich 
Zigaretten 
fabriken 
mit 
Motoren 
Auf eine Person 
entfallen durch 
schnittlich 
der 
gesamten 
Zigaretten 
industrie 
Auf eine Person 
entfallen durch 
schnittlich 
der 
gesamten 
Tabak 
industrie 
Auf eine Person 
entfallen durch 
schnittlich 
Mark 
Mark 
Mark 
Mark 
Mark 
Mark 
Mark 
Mark 
1898 
1899 
1900 
1901 
1902 
1903 
1904 
1905 
1906 
1907 
546 652 
566 604 
560 547 
522 994 
593 723 
692 783 
747 947 
810 393 
836 832 
1 054 640 
497 
515 
593 
574 
545 
535 
517 
533 
576 
583 
1 845 683 
2 204 938 
2 753 532 
2 895 290 
3 593 532 
4 228 316 
4 903 477 
5 828 410 
6 105 460 
7 923 690 
600 
612 
634 
623 
637 
649 
670 
723 
758 
791 
| 2 392 335 
2 771 542 
3 314 079 
3 418 284 
4 187 255 
' 4 921 099 
| 5 651 424 
6 638 803 
6 942 292 
I 8 978 330 
555 
566 
627 
615 
623 
629 
645 
693 
730 
759 
74 585 537 
75 257 781 
76 038 604 
73 817 222 
75 220 214 
76 994 590 
80 327 152 
83 821 438 
88 459 920 
97 922 769 
536 
541 
549 
528 
528 
531 
544 
555 
576 
603 
Im ganzen wird man die in der Zigarettenindustrie üblichen 
Löhne, obwohl sie noch bedeutend höher als in anderen Zweigen 
der Tabakindustrie zu sein pflegen, nicht als glänzende bezeichnen 
können. Ihr niedriges Niveau wird hauptsächlich durch die geringen 
Anforderungen bedingt, die die Zigarettenindustrie an die physische 
Kraft der meisten ihrer Arbeiter stellt. Können doch fast alle hier 
erforderlichen Arbeiten von Frauen verrichtet werden, deren For 
derungen von vornherein niedriger zu sein pflegen als die männ 
licher Arbeiter, teils weil sie bedürfnisloser als letztere sind, teils 
weil es sich bei vielen von ihnen nur um Gewinnung eines Zu 
schußverdienstes handelt. 
b) Die Lohnhöhe bei den einzelnen Arbeiterkategorien. 
1. Die Zigarettenmacher. 
Das eigentliche Anfertigen der Zigaretten, das sogenannte 
„Zigarettenmachen“ oder „Zigarettendrehen“ wird allgemein im 
Akkord entlohnt. Die Akkordsätze für diese Arbeit sind im Laufe</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
