Kapitel II. Adam Smith. 63 § 1. Die Arbeitsteilung. Quesnay hatte geschrieben: „Die Landwirtschaft ist die Quelle , er Güter des Staates und aller seiner Bürger“ 1 ). Mit dem eisten Satze seines Buches erhebt Smith gegen diese Gedanken Widerspruch und führt die Güter auf ihren wirklichen Ursprung zurück. „Die jährliche Arbeit eines Volkes“, schreibt er, „ist der Fonds, welcher dasselbe mit allen ..edürfnissen und allen Annehmlichkeiten des Lebens versorgt, die es jährlich verbraucht, und die immer entweder in dem unmittelbaren Er- ze ugnis dieser Arbeit oder darin bestehen, was für dieses Erzeugnis von anderen Völkern eihandelt wird“. Die Arbeit ist also die wirkliche Quelle des Beichtums. Mit diesem erühinten Satze, der zu so vielen Mißverständnissen Anlaß gegeben hat, tollte Smith sicherlich weder den Einfluß der Naturkräfte, noch den des Kapitals in der Produktion bestreiten 2 ). Niemand hat stärker als er —• vielleicht J.-B. Say ausgenommen — die Bedeutung des Kapitals betont nnd wi r werden weiteihin sehen, daß er dem Boden eine besondere Pro- u vtivität beimißt. Smith hat aber von Anfang an den Gegensatz seiner ■ e re zu der der Physiokraten hervorheben wollen. Er behauptet, daß summa hie Tätigkeit des Menschen jedes Jahr die Menge der von ihm _ rauchten Güter erzeugt, und nicht die Kräfte der Natur, die ohne die un g des Menschen unfruchtbar und unnütz bleiben würden. Ali r Z ^dt zugleich die Folgerungen aus diesem Gedanken. Da es im er & erae inen die Arbeit, und nicht allein der Boden ist, der den Reichtum lei t' U ^’ S ° es auc -h nicht die Arbeit einer einzigen Klasse, die der Land- die e ’ S<mt h‘ rn die Arbeit aller Klassen, die Arbeit des ganzen Volkes, „Produktiv ist. Die in einem Lande jährlich erzeugten Güter sind das air ( 'i S ^ er § em einsamen Arbeit aller, die dort arbeiten. Sie entstehen g Q S '.t" 6111 Zusammenarbeiten, ihrer „Kooperation“, wie er selbst schreibt. £äii ^ eS deinen Unterschied mehr zwischen sterilen — nur die Müßig- fctatt^ 1 s ind steril — und produktiven Klassen, sondern eine große Werk- der r W ° a ^ e verschiedenen Tätigkeiten zusammen an dem Reichtum a fW^mthcit arbeiten. Die Stelle, in der A. Smith diesen Gedanken " u hrt, ist wohlbekannt und verdient hier angeführt zu werden: b Ausg. Oncken, S. 331. . _ die in der Nationalökonomie , -) Die Theorie der drei Produktionsfaktore Do ch ist er es gewesen, der klassisch geworden ist, — findet sich nicht ei • gr der Giiterverteilung rei indirekt diese Theorie ins Leben geraten ia , - - ■Einknmnr*~—— ” ''xcänital und den Boden. Aut Grund ommensquellen unterschied: die Arbeit, <.' • „deinen, jede Einkommenquelle »Unterscheidung mußte es ganz natur ic g A -y in seinem Traitd (2. Ausg-, nls einen Produktionstaktor zu betrachten, was • theories of production Fap.IVu.V)tat. Vgl.hierüberCannan:Ahistory d distribution (1894, S. 40). dieser and