Die vermehrte Gewinnung von Brennstoffen.

Verbrauches bestehen. Nach Dr. E. Jüngst!) sind in Deutschland
 folgende Mengen an Steinkohle bis 1200 m Teufe vorhanden:

Deutsches Reich ....
Davon : . ;
Saarbecken?). ,..
Oberschlesien... ...
Linksrheinisches Gebiet . |

Sichere Vorräte
Mill. £

9

56 889

100

9 769
7368
10 458

17,17
12,95
18,38

Sichere und wahrscheinliche
 Vorräte
Mill. t %

194547 | 100

97693) | 5,02
106 742 54,87
10458%) | 5,38

Das naheliegendste Mittel "zur Erhöhung der Förderung von
Steinkohle ist natürlich die Erhöhung der Belegschaft. Leider
ist aber die Durchführung desselben in Wirklichkeit äußerst
schwierig. Zunächst handelt es sich darum, eine große Anzahl
gelernte und erfahrene Arbeiter zu bekömmen. Denn nur für
einen Teil der Arbeiten sind ungelernte Arbeiter verwendbar.
Selbst wenn es also möglich wäre, die nötigen gelernten Arbeitskräfte
 zu beschaffen und dementsprechend auch ungelernte Arbeiter
 beschäftigen zu können, so scheiterte die Durchführung
an dem Fehlen von Wohnungen. Es müssen solche also erst geschaffen
 werden, und das dauert unter den heutigen Verhältnissen
mehrere Jahre. Soweit es unter den bestehenden Verhältnissen
möglich war, ist die Belegschaft schon erhöht worden, wie aus
nachstehender Tabelle sich ergibt:

Juli ... 1914
Januar , . 1915
Juli . . . 1916
Juli . . . 1918
November . 1918
September . 1919
Oktober. . 1919

Belegschaftsstärke %).
Gesamt- Ober-Steinkohlen
 schlesien
653 200 132 500
475 100 102 900
585 200 132 400
710 300 160 400
635 600 146 400
687 700 148 900 +
710 600 152 300

‚Ruhr

427 400
305 700
374 300
452 700
395 000
434 000
452 400

1!) Glückauf 1919, S. 486.
*) Das Saarbecken begreift den preußischen Saarbezirk sowie den an.
grenzenden Teil Lothringens und der bayerischen Pfalz,
?) Für diese beiden Bezirkesind keine wahrscheinlichen Vorrätean gegeben.
‘) Nachrichten für Handel, Industrie und Landwirtschaft. Nr. 148
rom 20. Dezember 1919.