Die vermehrte Gewinnung von Brennstoffen.

pro Kopf und Arbeitsstunde von 20 °/ gegenüber 1913 vorhanden
war. Es scheint leider, als wenn bezüglich der Hebung der Güte
der Kohle nicht viel Erfolg zu erzielen sel; das mag wohl daher
kommen, daß sowohl die Besitzer der Bergwerke wie auch die
Händler unter den jetzigen Verhältnissen nicht sehr viel Interesse
 daran haben, Bei der Zwangslage, in der sich der Abnehmer
befindet, muß er eben die Steine wie Kohle bezahlen, da er ja
jetzt froh sein muß, wenn er überhaupt Kohle erhält. Durch
Verbesserung der Ernährungsverhältnisse dürfte sich eine Hebung
der Leistung des einzelnen Arbeiters mit der Zeit ergeben. Weiterhin
 ist zu beachten, daß durch eine Verbesserung der Betriebseinrichtungen
 eine weitere Steigerung möglich sein muß. Während
des Krieges mußte in gewissem Sinne Raubbau getrieben werden,
dessen Folgen sich natürlich jetzt zeigen. Durch Vervollständigung
und Verbesserung der Einrichtungen muß es aber möglich sein,
eine Steigerung der Förderung herbeizuführen. Zu der Verbesserung
 der Gewinnungsverhältnisse wird nun die Elektrotechnik
viel beitragen können. Schon jetzt spielte die Elektrizität in der
Steinkohlengrube eine große Rolle; durch weitere Anwendung der
Elektrizität wird sich sicher eine Steigerung der Förderung erzielen
lassen. Hierfür kommt in Frage erweiterte Anwendung elektriseher
 Hauptschacht-Fördermaschinen und Förderlokomotiven.
Ferner der elektrische Betrieb von Wasserhaltungen und von
Bewetterungsanlagen. ;
Auch eine bessere Organisation im Sinne Taylors wird für
eine Steigerung der Förderung wahrscheinlich sehr nützlich sein.
Die Vermehrung der Zahl der Schächte wird naturgemäß zu
einer erhöhten Förderung führen. "Die Wirkung einer solchen Maßnahme
 tritt aber erst im Laufe von 10 und mehr Jahren ein. Das
ist natürlich kein Grund, sie zu unterlassen., Im Gegenteil sollten
die Vorbereitungen möglichst bald getroffen werden, damit in
späteren Jahren ein Erfolg auf diese Weise erzielt wird. Leider
ist. aber zunächst wenig von diesen Hilfsmitteln zu erhoffen, da
die wirtschaftliche und namentlich die politische Lage nicht dazu
anregen, große Kapitalien festzulegen, von denen man nicht weiß,
was aus ihnen später wird. Die Folge davon ist, daß die Anlage
neuer Schächte von privater Seite aus zunächst nur mit Zögern
unternommen werden dürfte. Es bleibt also nur die Hoffnung,
daß das Reich an die Abteufung neuer Schächte in erheblichem
Umfange herangeht. Vielleicht- bringt hier der Gesetzentwurf zur