Verbesserung der Güte der Kohle,

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Aufschließung von Steinkohlen, der kürzlich der preußischen
Landesvertretung zugegangen ist, eine Besserung. Er ist von
besonderer Bedeutung zur Erschließung einiger Vorkommen in
geringer Tiefe, z.B. solcher in der Nähe von Minden und Osnabrück,
Ein Fortschritt, der verhältnismäßig schnell erzielt werden
könnte, wäre zu suchen in der Verbesserung der Güte der Kohle.
Dadurch wird natürlich die Menge nicht vermehrt, aber es werden
die Transportverhältnisse erheblich erleichtert. Außerdem wird
die Verwendung der Kohle wesentlich leichter gestaltet und auf
diese Weise eine Ersparnis an Kohle erzielt. Der große Gehalt
an Steinen bewirkt naturgemäß eine schlechtere Ausnutzung der
Kohle, da ja die Steine mit auf die hohe Temperatur gebracht
werden müssen. Außerdem wird durch weniger häufiges Abschlacken
 der Verlust an Kohle vermindert. Eine Verbesserung der
(Güte der Kohle würde also nicht nur eine Entlastung der Beförderungsmittel
 und eine Entlastung der Heizer bedeuten, sondern
auch eine Ersparnis an Kohle. Während vor dem Kriege die Kohle
nur ungefähr 8—10%, Steine enthalten hat, hat sie jetzt vielfach
20,30 und mehr Prozent‘ davon. Nach genauen Angaben eines
Kraftwerkes betrug der mittlere Gehalt an unverbrenn baren
Rückständen im letzten halben Jahre rund 22%, und er stieg
zeitweilig auf 50—60%,. Der durchschnittliche Heizwert betrug
5750 W.E. gegen 6700 W.E. in den.Jahren 1912 und 1913. Zeitweilig
 beträgt der Heizwert jetzt nur 3000—4000 W.E.
Eine weitere ‚Verbesserung ließe sich auch dadurch erzielen,
daß die Sortierung wieder besser durchgeführt wird und die
Wäschen usw. wieder voll in Betrieb genommen werden. Insbesondere
 würde sich noch durch Verbesserung der maschinellen
Einrichtungen der. Aufbereitungen der Verlust an Kohle erheblich
 verringern lassen. Nach Dipl. Ing. A. Wirth!) würde
es möglich sein, daß der Bestand der Halden an Kohle, der
jetzt vielfach noch bis zu 35%, beträgt, wesentlich. heruntergesetzt
 werden kann.
Nach Prof. Dr. Herbst läßt ‚sich durch Verminderung ‘der
Rohstoffverluste im Kohlenbergbau 2?) noch eine nicht unerhebliche
 Menge Kohlen gewinnen. Er kommt nach eingehender Auseinandersetzung
 der Einzelheiten bezüglich der Verluste im Steinkohlenbergbau
 zu folgendem Ergebnis:

1) Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure 1920, Heft 11, S. 247.
?) Technik und Wirtschaft 1918, S. 433.