Die vermehrte Gewinnung von Brennstoffen,

1914... . , 47%
1919 .....22%
1920... .. 18%
Nach Diplomingenieur W. Metz!) sind die Ketten- und Drahtseilbahnen
 den neuzeitlichen Anforderungen in keiner Weise mehr
gewachsen. Infolgedessen wird die Leistungsfähigkeit der Kohlenbagger
 nicht voll ausgenutzt. Sie stehen die Hälfte der Arbeitszeit
 unbeschäftigt. Nach Metz kann durch Einführung besserer
Fördereinrichtungen die Leistungsfähigkeit der Bagger um 50%
gesteigert werden. Weiter kann durch Verbesserung des Transportweges
 von. der Gewinnungsstelle bis zur Verwendungsstelle
im Braunkohlenbergwerk durch moderne Einrichtungen eine Verkürzung
 des Weges erreicht werden. Bei dieser Verbesserung der
maschinellen Einrichtung wird die Elektrotechnik einen wesentlichen
 Teil übernehmen können, denn gerade im Braunkohlenbergbau
 spielt der elektrische Antrieb eine große Rolle, Durch
weitere Vervollkommnung in der Anwendung der Elektrizität und
moderner Transporteinrichtungen wird sich also eine Steigerung
der Förderung schaffen lassen.
In neuerer Zeit sucht man auch noch eine Verbesserung dadurch
 zu erreichen, daß eine Entwässerung des Braunkohlenvorkommens
 und des’ Deckgebirges erzielt wird. Dies geschieht
dadurch, daß ‚man die Feuchtigkeit durch Gräben abzieht. Zur
Herstellung derselben werden, wie die ‚Braunkohle‘ mitteilt,
kleine Bagger benutzt, die während des Krieges zur Herstellung
von Schützengräben gebaut waren. Sie sind mit Benzinmotoren
von 70—80 Pferdestärken ausgerüstet, die sowohl die Eimerkette als
auch die Wellen für den Antrieb der Raupenbänder zur Fortbewegung
 des Baggers betätigen. Das Baggergut wird durch Drahtförderbänder
 seitlich auf 4 m Abstand zu Dämmen aufgeschüttet.
Die Gräben können mit senkrechten Wänden bei 0,8 m Breite
bis zu 2,2 m Tiefe mit Böschungen bis zu 1,5 m Tiefe bei 2,2 m
Gesamtbreite auf Gelände geschnitten werden. Das Gewicht der
Bagger ist 21—27 t, der Flächendruck der Raupenbänder ca.
1,6 kg/qm, so daß aueh auf weniger festem Untergrund gefahren
werden kann. Der Grabenbagger kann auch unter entsprechender
Anpassung zum Einebnen der Baggerstraßen, zu Ebnungsarbeiten
beim Verlegen von Gleisen und Straßen und, nach Abrüstungen
der Baggereinrichtungen, als Plattenwagen verwendet werden.
1) Braunkohlenförderbahnen, 2. Aufl., Kottbus 1919.