Odergebiet ,
Elbegebiet .
Wesergebiet .
Rheingebiet
Maasgebiet . .

Ausnutzung von Wasserkräften.

23

Vorhandene Wasserkraft
'9 Monate lang
nicht unterschrittene

PS

Ausgenutzte. Wasserkraft
mittlere 0 onate lang
‘Shrliche nicht unter-]
 schrittene
PS PS

205 351 82 150 68 707 27 492
262 544 98 170 101 041 38 501
288 531 103 486 87086 | 32144
990 043 297 015 180695 ! 54208
64581 | 19373 9104 | 2731
1811050 | 600194 || 446633 | 155076

Weiterhin sind nach Reichel im Flachlande in Preußen noch
Wasserkräfte vorhanden, die ungefähr die gleiche Größe wie in
der vorstehend. angegebenen Tabelle haben. Bezüglich der anderen
Bundesstaaten macht Reichel folgende Angaben: Baden hat
2600000 PS, von denen bis zu 650000 PS ausgenutzt werden
können. Bayern hat ungefähr 5 Millionen, von denen 1 Million ausnutzbar
 ist; insgesamt schätzt Reichel für das Deutsche. Reich
an Flußwasserkräften 16 Millionen PS, von denen 2500000 PS
ausgenutzt werden können. Nach Hallinger können jedoch die
Niederdruckwasserkräfte erheblich besser verwertet werden, wenn
die Bauart, gegenüber der bisher üblichen, abgeändert wird. Er
faßt seine Vorschläge *) in folgenden vier Sätzen zusammen:
1. Beschränkung der Anzahl der Stauwehre,
2. Reduktion der Rauheit der Kanalwände, erhöhte Gefällsausnutzung,
 Wahl wirtschaftlicher Wassergeschwindigkeiten bei
günstigem Kanalquerschnitt,
3. Aufstellung der Turbinen mit den Achsen quer zum Wasserzulauf,
 Reduktion der Zahl derselben, Wahl großer Maschinen:
einheiten mit langer Lebensdauer, vereinfachte Betriebe, Vermeidung
 von Wasserverlusten u. dgl., ;
4. Ausnutzung der Gefälle im Flußtale mit Einzelstufen, die
in bezug auf Kanal- und Krafthauskosten das beste Verhältnis
aufweisen.‘

Wie schon vorstehend erwähnt, ist die Ausnutzung von Wasserzräften
 bisher vielfach deswegen unterblieben., weil keine genügende

1) Monatsblätter des Berliner Bezirksvereins Deutscher Ingenieure 1915
Heft 6, 5. 69,