Kleine Wasserkräfte.

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b) Die Energie des Kraftmittels wird vollends ausgenützt
und die Generatoren des Mutterwerkes entlastet.
Der Induktionsgenerator verursacht keine Pendelgefahr,
Er ist gegen Unregelmäßigkeiten in der Wellenform unempfindlich,
 wirkt beruhigend auf andere Unsymmetrien
und speist — im Gegensatz zur  Synchronmaschine —
nicht in einen Netzkurzschluß.
d) Die Kraftmaschine braucht keinen Geschwindigkeitsregler
und wird daher einfacher und billiger. Doch sind Maßnahmen.
 gegen das Durchgehen beim Ausbleiben ‘der
Netzspannung zu treffen.
Denen steht als Nachteil gegenüber, daß der Induktionsgenerator
den Blindstrom, der zu seiner eigenen Erregung notwendig ist,
nicht selber liefern kann. In Amerika sind solche Anlagen mit
Asynchrongeneratoren schon mehrfach ausgeführt worden, ‚und
es liegen gute Erfahrungen !)' vor. -
Auch in Deutschland sind solche Anlagen gebaut worden.
In der ETZ 1910, 8. 310 ist von W, Spethmann eine solche Anlage’'der
 Firma Karl Simon &amp; Söhne in Kirn a. d. Nahe beschrieben.
Hierbei handelt es sich um eine Energie-Überschußleistung von
30 kW, die an ein Überlandnetz abgegeben wird.
In manchen Fällen dagegen wird es vielleicht zweckmäßiger
sein, solche kleinen Wasserkräfte nicht für die Erzeugung von
Elektrizität zu verwenden, sondern sie für Berieselungszwecke
auszunutzen. Es kann dann mit erheblich geringerem Anlagekapital
 eine im gesamten Volksinteresse liegende nutzbare Verwendung
 erzielt werden.
Ganz besondere Aufmerksamkeit wird man der vollen Ausnutzung
 der Wasserkraft zu allen: Stunden des Tages und auch
der Nacht widmen müssen. Viele Wasserkräfte werden nachts
und Sonntags nur ganz gering oder gar nicht ausgenutzt. Wenn
es gelingt, Arbeiten, die sonst unter Verwendung von Brennstoff
ausgeführt werden, auf diese Stunden zu verlegen, würde eine
beträchtliche Ersparnis erzielt werden können. Eine Schwierigkeit
 hierbei bildet jedoch die Abneigung der Arbeiter zur Leistung
von Nachtschichten und Sonntagsarbeiten. Bei Industrien, die
verhältnismäßig viel Kraft verbrauchen und wenig Arbeiter beschäftigen,
 sollte man versuchen, nachts und Sonntags möglichst

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1) ETZ 1918, S. 239