Stauerhöhung.

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b) der Durchführung der elektrischen Verbindung der Kraftwerke
 untereinander zur Ermöglichung gegenseitiger Aushilfe
 in der Energielieferung und damit Verminderung
der Maschinenreserven und Verwendung der Abfallkräfte
der einzelnen Energiequellen, alles unter Wahrung der
technischen und wirtschaftlichen Selbständigkeit der einzelnen
 Unternehmungen, soweit dies ohne Beeinträchtigung
 des Zweckes der Syndikatsbildung möglich ist.
Eine Möglichkeit der Kohlenersparnis, wenigstens auf eine Anzahl
 Jahre hinaus, würde gegeben sein durch die vorübergehende
Erhöhung des Staues von Wasserkräften. Schon während des
Krieges sind solche Stauerhöhungen mit großem Vorteil und besrächtlicher
 Kohlenersparnis durchgeführt worden. Es wird in
vielen Fällen zu überlegen sein, ob es nicht richtig ist, diesen Ausıahmezustand
 noch auf eine Anzahl Jahre, bis .die Kohlennot
wenigstens etwas verringert ist, zu verlängern. Solche Stauerhöhungen
 können besonders dann von großer Bedeutung sein,
wenn. durch sie die Benutzung der Dampfreserve vermindert und
iamit der Kohlenverbrauch stark herabgesetzt werden kann:
Früher durchgeführte Rechnungen über die Ausbauwürdigkeit
von Wasserkräften sind grundsätzlich in Zukunft durch neue zu
ersetzen, da ja nicht nur die Kohlenlage und der Kohlenpreis sich
wesentlich verändert haben, sondern auch die gesamten Lohnund
 Baustoffverhältnisse andere geworden sind. Hierüber hat
Klingenberg?!) ausführliches Material veröffentlicht, das nun
‘olgen möge:
„Unter der Annahme, daß die heutigen Löhne gegenüber dem
Jahre 1914 etwa das Fünffache und die Materialkosten das Zehn-:ache
 betragen, werden nachstehend die Anlage- und Betriebsxosten
 gleichgroßer Dampf- und Wasserkraftanlagen gegenübergestellt.
 Dabei ist zu bemerken, daß weitere Steigerungen der
grundbildenden Werte die Verschiebung der Ergebnisse in der
‚rmittelten Richtung noch verstärken.
Die Rechnung behandelt 3 Fälle:
A. Herstellung und Betrieb im Frieden (Friedensanlagen);
B. Herstellung und Betrieb im Krieg (Kriegsanlagen);
GC. Herstellung im Frieden und Betrieb im Krieg (Gemischtanlagen).


‘) ETZ 1920, S. 609 und E. u. M. 1920, 8. 341