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Industrielle Heizungen.

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arsparnis erschließen. Durch richtige Zusammenfassung
von Kraft- und Wärmewirtschaft können sowohl in der
Industrie, bei der Beheizung sowie bei der Gas- und
Elektrizitätserzeugung große Kohlenmengen gespart
werden. Nach Heilmann 1?) liegt in der Industrie die möglichst
weitgehende Ausnutzung der Brennstoffwärme für Krafterzeugung
ınd Fabrikationszwecke sowohl im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit
 des einzelnen Unternehmens als auch im Interesse der Gesamtheit.
 Diesen Anforderungen ist deshalb noch nicht genügend entsprochen,
 weil die Vorteile der Zusammenfassung der Kraft- und
Wärmewirtschaft und die Fortschritte der Wärmetechnik nicht
allen Fabrikleitern genügend bekannt sind. Über die Größe des
vorhandenen Wärmebedarfes bzw. der vorhandenen Abfallwärme
herrscht vielfach aus Mangel ausreichender statistischer Unterlagen
Unklarheit.
Es seien hier nur einige wenige Beispiele für Ersparnismöglichkeiten
 angeführt. Nach Prof. Tafel?) kann bei einer Martinstahlarzeugung
 von 4 Mill. t aus der Abhitze der Martinöfen eine Wärmemenge
 gewonnen werden, die der Ersparnis von 200 000 t Steinkohle
 entspricht. Nach Prof. E. Josse®) ist. beabsichtigt die
Brüdendämpfe der Brikettfabriken zur Kraftgewinnung in Niederdruckdampfturbinen
 nutzbar zu machen. Auch die in der Hochofenschlacke
 enthaltene Wärmemenge kann ausgenutzt werden.
Unserer Friedens-Roheisenerzeugung von 19 Mill. t hat einer
Schlackenmenge von 19—28 Mill. t entsprochen, aus der jährlich
300—500 Mill. kWh gewonnen werden könnten. Die Roheisenerzeugung
 wird allerdings in Zukunft infolge des Friedensvertrages
 bedeutend zurückgehen, doch werden immer noch
beträchtliche Mengen elektrischer Arbeit aus der Schlacke herausgeholt
 werden können. Nach Gerbel*) haben selbst moderne
mit Halbgasfeuerung versehene Öfen für Walzwerke nur eine
Wärmeausnutzung von 15—20%,; Glühöfen in Preß- und Hammerwerken
 nur einen Nutzeffekt von 8—10 %,. Die Verwertung der
Abfallwärme kann durch Abhitzekessel. durch Vorerwärmung des

1) Monatsblätter des Berliner Bezirksvereins Deutscher Ingenieure, 1918.
Heft 5, S. 39.
2) Stahl und Eisen vom 23. 10. 1919.
3) Sparsame Wärmewirtschaft, Heft 1, S, 15.
4) Kraft und Wärmewirtschaft in der Industrie. S. 31, Berlin, Julius
Springer, 1918.