Vorbenutzung von Heizdampf,

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überwinden sind, und daß vielfach ganz neue Wege bezüglich des
Zusammenarbeitens verschiedenartiger Anlagen zu begehen sind.
Die Abfallenergie kann vielfach zweckmäßig nur in der Weise Verwendung
 finden, daß sie in vorhandene Elektrizitätsnetze hineingepumpt
 wird. Daraus ergeben sich aber für die Betriebsführung
off recht große Schwierigkeiten, und es wird nicht immer möglich
sein, mit Rücksicht auf die Betriebssicherheit alle Wünsche be-Friedigen
 zu können. Andererseits werden aber auch die Elektrizitätswerke
 in Zukunft dieser Frage weitgehendstes Interesse entgegenbringen
 müssen. Es sei hier auch auf die Ausführungen
von Steinmetz?) und von C. M. Garland ?) über die Verhältnisse
n Amerika hingewiesen
Dr. Ing. Reutlinger hat in seinem Vortrage ?) über „Wärmewirtschaft
 der Städte‘‘ die Aufgaben wie folgt gekennzeichnet:
1. Abfallkraft — gewonnen aus der Vorstufe zu Heizdampf
oder aus der Nachstufe von Abhitze und Abgas — ist innerhalb der
Werke weitgehend an Stelle eigener Krafterzeugung oder an Stelle
von Strombezug aus Zentralen ohne Abwärmeverwertung zu setzen.
Die Überschußenergie ist an anzugliedernde oder örtlich günstig
gelegene Kraftbetriebe abzugeben oder an die elektrischen Netze
der Elektrizitätswerke und Überlandzentralen, die großzügig gekuppelt,
 durch die Aufnahme billiger Abfallkraft imstande sind,
mit erheblich geringeren Eigenkohlenverbrauch Industrie, Landwirtschaft
 und Städte zu versorgen... Die ohne Kohlenaufwand
in die Netze gespeiste Abfallenergie bringt bei umfassender Durchführung
 und günstigem Spitzenausgleich Millionen Tonnen Kohle
in Wegfall, die jetzt für Kraftzwecke verbrannt werden. Darüber
hinaus erleichtert sie möglicherweise auch die KElektrisierung der
Bahnen, die Ansiedlung von Industrie auf dem flachen Lande und
kann schließlich elektrisches Kochen und Heizen in dem Bereich
der .Wirtschaftlichkeit ziehen.
2. Abfallwärme‘ aus Maschinen und Feuerungen ist — unter
Anpassung der Heizvorrichtungen — an Stelle von Frischdampf
weitgehendst zu verwenden. Frischdampf für Heizung ist kohlenwirtschaftlicher
 Frevel! Überschußwärme ist möglichst zu speichern
and durch Fernleitung in Heißwasser- oder Dampfform benach-1)

 ETZ 1920, S. 400.
2) ETZ 1920, S. 535.
3) Sparsame Wärmewirtschaft, Heft 4, S. 40.