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Verringerung des Verbrauches von Brennstoffen,

Auch die Schwierigkeiten mögen noch erwähnt werden, die oft
dadurch entstehen, daß die überschüssige Wärme und die in anderen
Betrieben unterbringbare Wärme sich nach Menge und nach Zeit
nicht immer decken, Bei geringen Zeitdifferenzen kann durch
Speicherung leicht ein Ausweg gefunden werden, und zwar kommen
hier sowohl Wärmespeicher, als auch direkt Dampfspeicher, die
schon seit Jahren vielfach in Verwendung sind und sich bewährt
haben, in Frage. Die ersteren haben jedoch den Dampfspeichern
gegenüber den Vorteil, daß sie ungefähr nur !/,, des Raumes einnehmen,
 Ferner können oft mit Vorteil Warmwasserspeicher angewendet
 werden, mit denen gleichfalls schon günstige Erfahrungen!)
vorliegen. Beispielsweise hat die technische Hochschule in Dresden
einen solchen Wärmespeicher im Betrieb, der aus vier gut umhüllten
 Hohlbehältern mit je 8 cbm Wasserinhalt besteht. In
ihnen lassen sich 2'/, Mill. Wärmeeinheiten speichern, "die am
nächsten Morgen zur Heizung verwendet werden, . Häufig wird
sogar über. Sonntag gespeichert. Der Wirkungsgrad ist sehr hoch.
da sich das Wasser über Nacht nur wenig abkühlt.
Eine weitere Schwierigkeit, die hier nur kurz erwähnt werden
möge, besteht in der Messung der gelieferten Wärme. Es sind aber
in neuerer Zeit Wärmemesser gebaut worden, die voraussichtlich
in der Lage sein werden, den berechtigten Ansprüchen zu genügen.
Bei Heizanlagen ?) kann man annehmen, daß die jährliche
Abfall-Energie-Menge auf 1000 t Kohlenverhrauch sich ungefähr
zu 400 000 kWh stellt.
Von den Industriezweigen, die Dampf bzw. Wärme in erheblichem
 Umfange verbrauchen, seien hier einige genannt. Es sind
dies: Brauereien, Papierfabriken, Zuckerfabriken, Textilfabriken,
Färbereien, Wäschereien, Chemische Fabriken, Gummifabriken,
Kerzenfabriken, Seifenfabriken, Leimfabriken, Sprengstoffabriken.
Nahrungs- und Genußmittelfabriken. .
Über die Abdampfverwertung ist in den letzten Jahren eine
amfangreiche Literatur entstanden, In einer großen Zahl‘ von
Aufsätzen in den verschiedenen technischen Zeitschriften und in
mehreren Büchern ist diese äußerst wichtige Angelegenheit sehr
eingehend behandelt worden, und zwar schon vor dem Kriege,
also bevor eine Kohlennot in Deutschland vorhanden war. Damals
wurde die Behandlung wesentlich durch die Konkurrenz zwischen
1) Sparsame Wärmewirtschaft, Heft 4, S. 31.
?) Sparsame Wärmewirtschaft. Heft 4. S. 63 von Dr. Ing. E. Reutlinger.