jo Verringerung des Verbrauches von Brennstoffen,

Auch durch Einführung von Kugel- oder Rollenlager !) 1äßt sich
sine Kohlenersparnis erzielen... Nach L. Adler ergab sich bei
Meßfahrten der Großen Berliner Straßenbahn eine Stromersparnis
zwischen 6 und 10%. Hierzu kommt noch, daß die Kugellager
auch den Vorteil haben; daß sie im Betriebe eine leichtere Verschiebbarkeit
 der‘ Wagen von Hand bewirken.‘ Auf den Bahnhöfen
 und an Endhaltestellen ist dies von großem Vorteil. ;
In den Fabrikbetrieben wird sich durch Verbesserung der Transmissionen.
 und durch weitere Einführung "des elektrischen Antriebes
 viel Kohle sparen. lassen. Hierbei ist in jedem Falle sorgsam
 zu unterscheiden, ob Einzelantrieb, Gruppenantrieb oder Gesamtantrieb
 das Zweckmäßigste ist. Ist doch vielfach schon festgestellt‘
 worden, daß in Fabrikbetrieben der Wirkungsgrad von
der Kraftmaschine bis zur Arbeitsmaschine nur 30%, beträgt.
Selbst bei in neuerer Zeit erst eingerichteten Werkstätten
liegen oft die Verhältnisse noch ebenso: Die Kriegsrohstoffabteilung
 ?) “hat z. B. festgestellt, daß in einer‘ Fabrik, die
mit 25 - Transmissionen : arbeitet, "ein Verbrauch von 250 kW
bei normalem, Betriebe und von 165 kW bei Leerlauf vorhanden war.
Das "entspricht etwa 34%, Wirkungsgrad. Bei Erweiterung durch
neue Werkzeugmaschinen stieg der Wirkungsgrad auf etwa 50%.
Die Gesamtlänge der 25 Transmissionen (die Zwischenvorgelege
nicht eingerechnet) betrug etwa.1000 m. Der Leerlaufsverbrauch
stellte sich demnach in diesem Betriebe auf etwa 150 W für den
Meter Wellenlänge. ‘ Man, ersieht daraus, daß die Fabriken im
eigenen. Interesse gut daran tun, durch zeitweilige Messungen
festzustellen, wie höch die Verluste sind. Durch zweckmäßig
gewählten elektrischen Antrieb könne ©. viele Verlustquellen vermieden.
 werden, wobei außerdem die Übersichtlichkeit im Fabrik-»etriebe
 wesentlich ;erhöht wird.
Hierzu kommt noch, daß die Ausnutzung der Grundfläche, die
Anpassung an‘ die Produktion und die bessere Ausnutzung der
Krane oft bedeutende Vorteile bringt. Man ist beim elektrischen
Antrieb in der Aufstellung der Maschinen nicht mehr von der Lage
der Transmissionen abhängig und kann sich dem Arbeitsgange
vesser anpassen. ” Auch ein Versetzen der Maschinen bei Änderungen
des Arbeitsprogrammes ist. leichter ‚möglich. .Durch .den Fortfall

‘) ETZ 1918, S.:458.
’) Helios 1918, Heft 35. 8. 619.