Ölschiefer und Müllverbrennung.

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ıst. Unter diesen Umständen. ‚ist es notwendig, mit allen zur Verfügung
 stehenden Mitteln dafür zu sorgen, daß die bereits. vorhandenen.
 und. noch gewinnbaren geringwertigen Brennstoffe möglichst
 weitgehendste Verwendung finden.
Sofort stehen z. B. die umfangreichen Halden von. Steinkohlenzrus,
 die‘ Waschberge, Klaubeberge,“ der Kohlenstaub, Kohlenschlamm,
 Koksasche usw., zur Verfügung. :
Diese Brennstoffe enthalten je nach Zusammensetzung 4500
bis 5500 Wärmeeinheiten, so daß ihre Benutzung keine Schwierigkeiten
 bietet. Außerdem kann sofort die-in verhältnismäßig
zroßen Mengen vorhandene Lokomoötivlösche weitergehende Verwendung
 finden als dies bisher geschieht. Ferner sind zu nennen
an geringwertigen. Brennstoffen: Sägemehl, Gerberlohe, Waldstreu,
Schilf "und ähnliches.
Dem Ölschiefer 1) ist bisher in Deutschland. verhältnismäßig
wenig Beachtung geschenkt worden. Er dürfte jedoch geeignet
sein, einen beachtenswerten Ersatz für Kohle zu bieten. Sein
Vorkommen ist erheblich, denn es sollen sich nach Trenkler in
Deutschland, 117 Milliarden t vorfinden. In Bayern, Württemberg,
 Hessen und auch in Norddeutschland kommt er in großen
Mengen vor und kann leicht abgebaut werden. Er kann verbrannt
oder vergast werden, und es kann aus ihm Öl gewonnen werden,
Jas seinerseits wieder verbrannt werden kann. Neben Rohöl,
das außer für Kessel auch für Dieselmotoren Verwendung finden
kann, werden aber auch Leichtöle, Mittelöle und Schmieröle gewonnen.
 Der Ölgehalt beträgt 3—5%.
Auch die Müllverbrennung ist in diesem Zusammenhang zu
betrachten, zumal sie auch in hygienischer Beziehung die kLeste
Lösung zur Beseitigung des Mülls darstellt. In nranchen Orten
‚ind. die Schwierigkeiten der Müllverbrennung recht bedeutend,
da das Müll so wenig brennbare Stoffe enthält; daß eine Verbrennung
 nur unter Zusatz von besseren brennbaren Stoffen mögich
 ist. In anderen Orten dagegen hatte sich gezeigt ?), daß das
Müll ohne Zusatz gut verbrennt. In den letzten Jahren werden
die Schwierigkeiten wahrscheinlich noch größer geworden sein,
Ja ja durch die schlechteren Ernährüungsverhältnisse und die ge-1)

 ETZ 1920, S. 354.
2) Näheres siehe in dem Aufsatz „Die Bedeutung der Müllverbrennung für
lie Elektrotechnik“, ETZ 1907, S. 641.