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        <title>Über das deutsche Geld- und Währungswesen</title>
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Über das deutfche Seld=- und
Währungsmwelen.

[. Die Entwicklung des Zahlungsmittelumlaufes im Inland.
1. Die SGeftaltung der Zahlungsbilanz im Berbältnis zum Ausland
und die Entwicklung der deutfhen auswärtigen Wechfelkurfe.
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        I. Die Entwicklung des Zahlunasmittelumlaufes im Inland.

— Die Entwicklung des deutfchen Geldwefen8 wird am Bbeften veranfHaukicht durd
zine ziffermäßige Darfickung des Sahlungsmittelumlaufes. Da die SGold- und Silber
münzen ans dem Ddeutfchen Sahlungsverkehr verfchwunden find und. al8 Sahlungs
mittel im wefentlidhen nur Neichsbanknoten und NeichsSsdarlehnsfaffenfcheine
in Betracht fommen, ift eine Darftellung der Entwicklung des Uımlaufes an diefen
beiden SGeldforten feit Ausbruch des Kricge8 beigefügt. Cie läßt erkennen, daß der
Gejamtumlauf von 1,9 Milliarden Mark (am 23. Yuli 1914) auf 71,7 Milliarden
Mark (am 31. Auguft 1920) geftiegen ift. Die danchen noch im Umlauf befind
lichen FHeinen Scheidemünzen, Neichsfaffenfheine, Noten der Privatnotenbanfen und
das fommunale Notgeld fönnen, da fie wegen der verhältnismäßigen Unerheblichteit
der ausgegebenen Beträge das Bild ter Entwicklung nicht beeinfluffen, außer Betracht
bleiben. Würde man fie in die Summe einbeziehen, {o würde der Umlauf Ende
Auguft 1920 fih etwa um 7—800 Millionen Mark erhöhen. Vor dem Kricgı
waren neben den papiernen Seldzeidhen und den Heinen Scheidemünzen fchäbungs
weife etwa noch 3'/, Milliarden Mark arı Gold. und Silbermünzen in Deutfh-
(and im Umlauf (die Beftände der Nrichsbank find Ddabet nicht eingerechnet); unk
zwar Betrug der Goldumlauf rund 2°/, Milliarden Mark, der Umlauf an Silber
etwa 3, Milliarden Mark. Inzwifchen find die Neidhsgoldmünzen nicht nur aug
dem Umlauf, fondern — von den Veftänden der Meichsbank abgefehen — Fafl
reftlo8 auch aus Deutjchland überhaupt verfchwunden, Vekanntlih hat die Neichs-
banf während der erften. Kricg8jahre mit großem Erfolge die Goldmünzen aus
dem Berkehr an fi gezogen bis auf die Beträge, die von privater‘ Seite, ing:
befondere vor Erlaß des SGoldausfuhrverbotes (November 1915) in das Ausland
abgeführt oder die gehamftert worden find. Da die Neichsbank indes während des
Rricge8 bis zum Waffenfkillftand rund 1 Milliarde Mark überwiegend zur Befehaffung
von Nahrungsmitteln und notwendigften Bedarfsartikeln ing Ausland verfenden und
Ferner nach Abfchluß des Waffenftillftandes auf Grund des Brüffeler Abkom,
mnen8 eine weitere Summe in HShe von etwas mehr als 1 Milliarde Mark an Gold
gleichfalls zur Befchaffung von Lebensmitteln an die Entehte abgeben mußte, find
die Goldbeftände der Reichsbank, wie die beigefügte Tabelle erkennen läßt, gegen
märtig rund '/, Milliarde Mark niedriger als vor Ausbruch bes Krieges (23. Juli 1914)
— für zahnärztliche und induftriclle Iwede find nur unbedeutende Beträge abgegeben
worden -—, und Ddiefer verringerte. Goldfchaß (gegenwärtig 1091,7 Millionen Marh
bildet, da im Zahlungsmittelumlauf Neichsgoldmünzen nicht mehr vorhanden find
die einzige für Währungszwede in Betracht Kommende Soldreferve Deutichlands
Der Goldvorrat der NMeichsbank det den Umlauf-an Banknoten und Neichs:
und Darlehnskaffenfcheinen zur Zeit nur noch mit dem außerordentlich niedrigen
Saß von 1,5 Prozent, während die Dedung der Noten vor dem Kriege (23. Juli 1914)
71,8 Prozent betragen Hatte und die Summe des in Deutfchland damals überhaupt
vorhandenen Goldgeldes — des Verkehrsumlaufs zuzüglich der Notenbankbeftände — weit
Göher acwefen war al8 die Summe der ausaeachenen Habiernen SGeldzeichen.

Reicdhsbanknoten und Reichs:
-DarlehnskaNentcheine.

old: und Silbermünzen.

Solddeckung der Banknoten
und KafNenfcheine.
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        Dritfelbardeckung der Meichs:
bankuoten.

Bankmäßige Deckung der
KReichsbanknoten.

Schwebende Schuld des
MNMeiches.

Die früher im Umlauf befindlichen f{ifbernen Scheidemünzen kommen
gleichfalls gegenwärtig al8 gefebliche Zahlungsmittel nicht mehr in Betracht, Die
Steigerung des Silberpreifes, der-in Deutfchland zeitweilig das Zwölffache des Aus
münzungsmwertes von 100 Mark = 1 Hfund fein betrug, hat e8 mit fich gebracht,
daß die Deutfchen Silbermünzen teils gehamftert oder iInduftriell verwertet worden,
teil8 in das Ausland abgefloffen find, wo fich der Preis für Silber noch wefentlich
550er ftellte als in Deutfehland. E83 erfehien daher geboten, die deutfchen Neichs-
fißbermünzen außer Kurs zu febßen (Berordnung vom 13. April 1920, Neichs-Gefepbl.
S. 521). 2ın zu verhindern, daß Ddiefe Silbermengen für Währungszwecke ganz
verloren gingen, fah fich die Neichsbank veranlaßt, Silbermünzen zu einem den
Nennwert Überfteigenden, Dem Silbermarktpreis entfprechenden Sale anzukaufen.
Nach dem Siande vom 31. Auguft 1920 verfügte fie über einen Silbervorrat von
und 1 Million Kilogramm fein im Buch und Marktwerte von rund 1'/, Milliarde
Mark, die unter ihren »Sonftigen Aktiven« enthalten find. Bor Beginn des Krieges
(am 23, Juli 1914) Hatte die NeichSbank über Silberuninzenbeftände in Höhe von
326 Millionen Mark = 1,63 Millionen Kilogramm fein verfügt, während daneben,
wie erwähnt, mehr al8 das Doppelte diefer Summe im Verkehr umlief. IJın Laufe
de8 Kricges waren die Vorräte der Neichsbank faft ganz in den Verkehr übergegangen,
jo daß ihre Beftände meift fehr geringfügig maren; der nicdrigfte Stand wurde nach
an Ausweis vom 15. Januar 1920 mit 14,2 Millionen Mark erreicht, Kurz bevor
»%e Meichsbank dazu üÜberging, Silbermünzen zum Marktpreife au8 dem Verkehr
ınzufaufen.

Die im Bankgefeß vorgefchriebene Drittelbardecung der Neichsbanknoten
‚icß fih im Berlaufe der Iehten Jahre nur mit Hilfe der Beftände an Darlehn8-
affenjcheinen aufrechterhalten, die der Neichsbank al8 der Kaffeführerin der Reichs
darfehnSfajjen in Erftattung verauslagter Darlehnsbeträge zufloffen, und die auf
Srund des Darlehnskaffengefebes vom 4. Auguft 1914 (NMeichs SGefekbl. S, 340) als
Bardeckung für die Noten Verwendung finden dürfen, Die Neichsbank hat freilich
nen großen Teil der ihr durch die Darlehnskaffen zugeführten Darlehnskaffenfcheine
‘ortlanfend wWwicder verausgaben müffen, , um den ftarfen Geldbedarf des Verkehrs
efricdigen zu fönnen.‘ Nach dem Stande vom 31. Auguft 1920 befanden fich an
DarfchnSfafjenfcheinen im Befiß der Neichsbank 18,6 Milliarden Mark, außerhalb der
Reichsbank im AUulauf 13,2 Milliarden Mark,

Da die Hbrige, 5. h. die fogenannte bankfmäßige Dedung der Neichsbank-
1oten 3u etwa 88 Prozent in NReichsfchabanweifungen Befteht, und da auch Die
Unterpfänder der DarleHnskafjen überwiegend aus ScHuldverfehreibungen des Neiches
zebildet werden, fo nähert fih der Charakter der in Deutfehland umlaufenden
yaplernen Zahlungsmittel gegenwärtig in der Tat einigermaßen dem Charakter von
Neichspapiergeld. Dabei darf allerdings nicht unberückfichtigt bleiben, daß bei den
DarlchnSskaffen neben den Unterpfändern noch die weitere durch die Bajtung der
DarfehnSfchuldner mit ihrem gefamten Vermögen gegebene Sicherheit befteht, und
daß die anderweiten Aktiven der NMeichsbank gegenüber den Vaifiven einen nicht zu
inter häßenden Gegenwert bilden.

Bon ausfchlaggebender Bedeutung für die Entwicklung de8 Umlaufs an Zahlungs
mitteln mar die Grftaltung der. fhmwebenden Schuld des Neiches, Das Ans
machjen der fchwebenden Schuld ift zweifello8 eine der wichtigften AUrfachen und
jur Seit die Haupturfache für die Ausdehnung des Zahlungsmittelumlaufes, Das
Reich bfleat ESchabanweifungen bei der Neichsbank zu diskontieren, um mit dem
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        Segenwerte feine Zahlungsverpflihtungen zu erfüllen. Diefe Zahlungen werden
teif8 bar, teil8 im Girowege geleiftet. Die Erfahrung Tchrt indes, daß auch die im
Siroverkehr gutgefchriebenen Beträge bald abgehoben und in Bargeld umgewandelt
werden, Während am 23, Iuli 1914 nur 315 Millionen Mark an Schabantwveifungen
im Befiß der Neichsbank fich befanden, ft die Summe bis 31. Auguft 1920 auf
40,9 Milliarden Mark geftiegen.‘ Die Gefamtverpflichtung des Reiches aus diskonkierten
Reichs fhabanweifungen bezifferte fich. gleichzeitig auf 129,4 Milliarden Mark. Die
Entwicklung Siefer im wefentlichen die fogenannte feOwebende ReichsfcHuld darftcllenden
Ziffer hat fich mithin noch weit ungünftiger gefaltet als die Entwicklung der Bes
(tände. der Reichsbank an Neichsfchaßanweifungen, Dies ift darauf zurückzuführen,
daß c8 der Neichsbank möglich war und immer noch möglich ift, fehr große Beträge
an Neichsfchakanweifungen an Banken, Sparkaffen, induftrielle und Faufmännifche
Unternehmungen, Privatperfonen 1. a, weiterzuverfaufen, da Die deutjhe Wirt[chaft
im Kriege zu einem erheblichen Teile liquidiert ift und Inzwifhen aus Mangel an
Nohftoffen, Kohlen ufw. für die flüffigen Mittel eine anderweitige Anlage als in
ReichSfchaganweifungen fih in ausreichenden Maße noch nicht gefunden hat. Nach
den Stande vom 31. Auguft 1920 befanden fih an folchen ReichsSichabanwveifungen
88,6 Milliarden Mark außeıhalb der RNeichsbank.

Die Entwicklung der fhwebenden Neichsjehuld und des Geldumkanfes zeigt cin
ganz Gefonders ungünftiges Bild für die Zeit nach dem Zufammenbruch Deutfehlands,
Die fchwebende Schuld, die bi8 zum 31. Oktober 1918 in 4'ı Kricg8jahren auf
48,2 Milliarden Mark angewachfen war, ift feitdem in den Icbhten 22 Monaten
um nicht weniger al8 81,2 Milliarden Mark weitergeftiegen. Demgegenüber nahm
der Zahlungsmittelumlauf (Neichsbanknoten, Reichskaffenjheine und Darlehnskaffen-
jcheine) vom 23, Yult 1914 bi8 31. Oktober 1918 um 24,2 Milliarden Mark und
feitdem bis Ende Muguft 1920 um weitere 45,6 Milliarden Mark zu. Die
Syhnde für die neuerding8 fo ungünftige SGeftaltung Liegen legten Endes in der
Ungewißheit über die wirtfchaftliche und politijhe Sukunft Deutfchlands. Sie ift
zine Jolge des verlorenen Krieges und der fehlveren Friedensbedingungen, die
zudem in ihrem finanziellen Ausmaß noch gar nicht feftftehen. Das Ausland Hält
mit Rredit, Nohftoffen und Nahrungsmitteln zurück, . Im Inland find Menfehen,
Mafchinen, Verkehrsmittel, Orund und Boden durch den langen Krieg herunters
gewirt[chaftet, ohne daß bisher ie Möglichkeit zu einer wirkffamen Befferung ‚gegeben
märe. Die Folgen find Rückgang der Produktion, Preisverteuerungen und Lohn-
teigerungen, Balutaentwertung, dancben Kapitalflucht und Geldhamfterei, welche die
Durchführung einer ftraffen Steuerpolitit erfchiweren. Ein Anwachfen der fchwebenden
NeichSfHulS und damit zufammenhängend des SZahlungsmittelunlaufes waren unter
diefen Umftänden unvermeidlich und werden c8 fo lange bleiben, bis über die wirtfchaft-
liche und pokitifche Zukunft Deutfchlands befriedigende Klarheit und beffere Ausfichten
gefehaffen worden find, und bis eS gelingt, mindeftens die dauernden Ausgaben des
NReichS durch eigene Einnahmen zu decken. Obwohl die dam Reiche au8 der Bers
reichlichung Der Eifenbahnen, aus Sem Spa Abkommen und aus der Rückerftattung
der von den Ländern verauslagten Kricgsleiftungen erwachfenen Laften. ([häsungs
weife mehr al8 60 Milliarden Marl) bisher teil8 überhaupt noch nicht, teils erft
in mäßigem Umfange erftattet worden find, hat fi infolge der fonftigen ordentlichen und
außerordentlichen Ausgaben des MeicheS nach Abzug des Einganges der alten und neuen
Steuern ufw. der Uınlauf an Schabanweifungen während der exrften 5 Monate des Laufenden
Saushaltsiahres, d. b. vom 1. April bis Ende Muguft 1920 Dbereit8 um rund

a .
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        10 Milliarden Mark erhöht. Würde man auch nur eine Steigerung um Die gleiche
Summe für die nächften Monate annehmen, fo würde das laufende Haushaltsjahr
‚nsgefamt eine neue Belaftung mit Schabganweifungen um rund 80 Miltiarden Mart
dringen.

IL Die Seftaltung der 3Zahlungsbilanz im Berhältnis zum Ausland
und die Entwicklung der deutfhen auswärtigen Wechfelkurfe.

Handelsbilanz.

Die deutfche Sahlungsbilanz war vor dem Kriege für Deutfchland von Kahr
‚u Jahr günftiger geworden. Was die Handel8Sbilanz, den wichtigften Poften der
Sahlungsbilanzg, anbelangt, {op erreichte im Jahre 1913 die Einfuhr in Deutfchland
die Höhe von 10,8 Milliarden Mark. Ihr ftand eine Musfuhr im Werte von
10,1 Milliarden Mark gegenüber, fo daß die Einfuhr durch die Ausfuhr nahezu
beglichen war. Jedenfalls dedten die übrigen Aftivpoften unferer Zah 'ungsbilanz,
insbefondere der Gewinn aus dem internationalen Transportgefchäft zu Waifer und
zu Lande fowie der Ertrag unferer Auslandsforderungen, namentlich da3 Erträgnts
des deutfechen Befige8 an ausländifchen Wertpapieren nicht nur das verbleibende
Minus, fondern führten darkber hinaus Deutfchland noch Überfchüffe in Gold oder
anderen Werten zu, die den deutfchen Nationalreichtum vermehrten.
Der Weltkrieg Hat diefe günftige Geftaltung völlig in ihr Gegenteil verfehrt,
In dem Seitraum von Anfang Auguft 1914 bi8 Ende Dezember 1918 füllte fich
die gefamte Warenausfuhr Deutjchland8 nur auf 16,5 Milliarden Mark, während
ich die Einfuhr auf 31,8 Milliarden Mark belief, Von Anfang Januar 1919 bis
Ende April 1920 — weitere Ziffern‘ Liegen noch nicht vor — ift die Ausfuhr
mit 27,1 Milliarden Mark zu beziffern; die Einfuhr betrug in der gleichen Frift
55,3 Milliarden Mark, wobei, allerdings zu beachten ift, daß die Einfuhren des
Zahre8 1920 vom Statiftijhen Neichsamt im  wefentlichen noch auf Grund der
Werte des Jahres 1919 errechnet werden mußten. H0re Zeftftellung zu den
richtigen Werten für das Jahr 1920 ift zunächft nur fhäbungsweife möglich, fie
sebingt jedenfalls wegen der gerade in den erften Monaten eingetretenen. Preis:
erhöhung und VBalutaverfchlehterung für die Monate Yannar bis März 1920 einen
Sujchlag. €8 ift ferner zu Gedenken, daß in den Ausfuhrziffern Beträge für
Gieferungen auf Grund des Friedensvertrages8 enthalten find, die der Zahlungsbilanz
aicht zugute fommen. Anter diefen Umftänden kann der Überfhuß der deutfchen
Wareneinfuhr über die deutfhe Warenausfuhr feit Ausbruch des Krieges bis Ende
April 1920 mit tund 55 Milliarden Mark und bis Ende MAuguft. 1920 bei vor-
ichtiger CSchäbung mit vielleicht 70 Milliarden Mark. berechnet werden. Diefer Eine
uhrüberichuß vermehrt fih noch um die Einfuhr, die unfere ehemaligen Berbündeten
während des Krieges auf unfere Koften getätigt haben, die auf 5 bis 6 Milliarden
Mark veranfchlagt werden kann. Ferner kommt Dinzu, daß namentlich feit Mitte
vorigen Jahres, 5. 5. nach Aufhebung der Blockade gegen Deutfchland Hber die
Srenzen der befeßten. Gebiete, deren Kontrolle den deutfchen Behörden zeitweilig
mehr oder weniger entzogen war, eine ftatiftifch nicht erfaßte, aber außerordentlich
große illegitime Einfuhr einftzömte, deren Umfang von Sachverftändigen auf monatlich
mehrere Milliarden Mark gefehäßt worden ift. Cohäbt man fie, wie in der »Spa-
Denffchrift über die SZahlungsfähigkeit Deutichlands für die Wiedergutmachung «
S. 16, bis Ende Februar 1920 auf 13 Milliarden Mark, und nimmt man an,
daß bdiefe Siffer fich, da neuerding8 das »Coch im Weiten« als geftopft betrachtet
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        ZINN
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werden Kann, bi8 Ende Auguft 1920 nicht verändert Hat, berechnet man ferner is - S
im der Seit der mangelhaften Srenzkontrolle bewirkte Ausfuhr mit 5 Milork CE, SO
Mark, fo würde fih der-oben errechnete Einfuhrüber[huß von 70 Milliarden Mars/ = Kie\ ® £
durch die zuleßt berührten Faktoren um mindeftens8 13 Milliarden Mark auf rund
83 Milliarden Mark erhöht haben.

Bon diefem Einfuhrüberfhuß entfallen auf die Zeit nach Deutfehlands SZufammen:
6ruch, d. h. feit Anfang 1919, fhäßungsweife allein 63 Milliarden Mark; dabei if
zu bedenken, daß weder die Einfuhr: noch die Ausfuhrzifern Warenmengen darftellen,
mie fie vor Beginn des Krieges den gleichen Werten ent{prochen hätten, da fich Die
Warenpreife einerfeits wegen zunehniender Warenknappheit, anderfeits wegen der Ent
wertung der Seutfehen VBaluta ftark erhöht haben.

Sür die Dedung des Einfuhrüberfhuffes Kamen feit Nusbruch des
Kriege die Einnahınen aus dem internationalen Frachtverfehr kaum noch in
Betracht, und ebenfo war der größte Teil der Erträge aus ausländijhen Kapital
anlagen (Wertpapieren, Unternehmungen ufw.) für Deutfhland uneinziehbar geworden.
Infolge des Hriedensvertrages haben fich die Verhältniffe weiter dahin verfchlechtert,
daß Dentfchland feine Schiffe und feine ausländifchen Kapitalanlagen im wefentlichen
verloren hat.  Erträgniffe Hieraus ftehen alfo in Zukunft nicht mehr zur Verfügung,
im Gegenteil wird Deutfchland für die Beförderung feiner eigenen Außenhandel8:
güter an das Ausland fchwere Tribute zu zahlen Haben, die {häbungsweife mehr
als 1 Milliarde Goldmart für das Jahr ausmachen werden.

Das Defizit der Handelsbilanz Konnte im Kriege nur mit Sold, Wertpabieren
oder Krediten gedeckt werden, und auch Künftig werden nur Diele Dekungsmittel,
befonders das Febtgenanute, in Betracht Fommen,

Un Gold ift feit Juli 1914 durch die Neichsbank und durch den privaten
Berfehr etwas mehr als 2 Milliarden Goldmark an das Ausland abgegeben worden,
mit Deren Erlö3 etwa 5 Miliarten Mark der MBWareneinfuhr beglichen fein dürften.

An Wertpapieren, ausländifchen und inländifchen, find nach einer von der
NReichSbank fortlaufend angeftellten Ermittlung feit Ausbruch des Krieges bi8 Ende
UAuguft 1920 etwa 17 Milliarden Mark in das Ausland verkauft worden, von denen
:twa 4 Milliarden Mark auf ausländijche Titel, die reftlichen 13 Milliarden Mark
auf in Deutfehland ausgeftellte Papiere entfielen. Diefe Ziffern beruhen für die
(egten Monate zum Teil auf Schägungen, da von den Hauptfächlich in Betracht kommen-
den Berliner Großbanken wegen Arbeitsüberlaftung feit einiger Zeit Ziffern nicht
mehr geliefert werden Können.

Durch Ausfuhr von Gold und Wertpapieren find mithin von dem oben auf
83 Milliarden Mark bezifferten Einfuhrüberfhuß fHäkungsweife etwa 22 Milliarden
Mark beglihen worden, rechnet man noch etwa 10 Milliarden Mark für Verkäufe
ch Wertpapieren, die Ser Neichsbank nicht bekannt geworden find — feien e8 legt
Hime, feien e8 ilfegitime (Vermögensverfchiebungen nach dem Auslande) —, fo muß
der Neft von mehr al8 50 Milliarden Mark im Wege der Kreditinanfpruch-
nahme vorläufige Deckung gefunden haben, d. h durch Kreditoperationen in aus
‚ändifcher oder inländifcher Baluta fowie durch Bezahlung mit Marfnoten. Diecfe
Zahlungsweifen ftellen felbftverftändlich Feine endgültige, fondern nut eine vorläufige
Schuldbdegleichung dar und bedeuten cine fortdauernde Gefährdung unferer Währung;
denn bie Kredite müffen bei Fälligkeit abgedeckt werden, foweit eine Verlängerung
nicht möglich ift, und machen alsdann wiederum Gold, Wertpapier: oder Waren:
ausfuhr nötig, wobei zu beachten bleibt, daß auch die Musfuhr von MWertyayieren

Deckung des Sinfuhrüber»
fehuffes.
Auslandsfrachten und
Kapitalanlagen.

S01d, Wertpapiere, Kredite.
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        Q

;eine endgültige Schuldentilgung GHerbeiführt, namentlich dann nicht, wenn e8 fich
überwiegend um furzfriftige Papiere (Schabanweifungen u, &amp;.) handelt. Vor end
gültiger Abdedung des Kredit8 laften Verzinfung und Unkoften, die zu einem erheb-
lichen Teil in Auslandswährung gezahlt werden müffen, fortgefebt auf unferer Baluta,
Die Markzahlungsmittel, welche in das Ausland abgefloffen find, Fönnen jederzeit
nach Deutfchland zurückgegeben und Ichten Endes aleichfall8 nur mit Gold, Wert-
vapiceren oder Waren abgededt werden.

Fortdauernde Paffivität der
Zahlungs: und Handelsbilanz.

Wie hoch fih die Summe der von: deutfcher Seite während des Krieges und
1achher im Auslande getätigten Krebitoperationen nach dem gegenwärtigen Rurswerte
berechnet, ift nicht befannt, da an Diefen Gefchäften die verfchiedenften Kreife der
Bevölferung beteiligt find. Die von der Neichsbank im Auslande aufgenommenen
oder von ihr garantierten Kredite belaufen fih nach dem Stande von Ende Auguft
1920 auf zund 500 Millionen Goldmark gleich etwa 5'/, Milliarden Bapiermark.
Die im Auslande befindlichen — allerdings nicht allein aus dem Warenverkehr,
Tondern 3. VB. auch aus der Kapitalflucht herrübrenden — Markahlungsmittel dürfen
auf etwa 20 Milliarden Mark gefchäßt werden. Beftimmte Ziffern Können auch hier
nicht gegeben werden; fiher ift nur, daß in Belgien und Hrankreich ftaatlicherfeitz
und 8 Milliarden Mark an deutfchen Geldzeihen der einheimijchen Bevölkerung zum
Kurfe von 1,25 Frances für 1 Mark umgetaufcht worden find. und fi feitdemn im
Befige der beiden Regierungen befinden, Im übrigen Kiegem (ediglih vage
Schäßungen *) vor, bei denen meift die Tatfache betont wird, daß alle Bevölkerungs:
ichichten in Marknoten fpekulieren. Nach diefen Schägungen kann die hier angenom-
mene Summe von 12 Milliarden Mark Feinesfalls als zu hoch gelten. Der Dapier-
marfbetrag, welcher auf Grund von Warenumfägen Ausländern bei deutfchen Banken
gutgefchrieben worden ift, wird auf 20 bis 25 Milliarden Mark gefchäßt. Die
itarfe Steigerung der Kreditoren deutfcher Kreditbanken, die namentlich nach dem
Sufanımenbruch Dentfchlands eingetreten ift, dürfte zu einem erheblih:n Teil auf
Einlagen de8 Auslandes zurüczuführen fein. Die gleichfalls nicht unerheblichen
Zummen an Markbeträgen, welche im Fkaufmännifchen Verkehr feitens "5c8 Auslandes
zeftundet worden find, entziehen fich jeglider Schäbung.

Die Geftaltung der Zahlungsbilanz ift für Deutfechland um fo bedenklicher, als
ür eine Befferung wenig Ausficht vorhanden if, ES ift einerfeit8 nicht abzufehen,
vann der zuleßt befprochene, wie erwähnt, nur vorläufig beglichene Teil des Einfuhr-
iberfchuffes endgültig getilgt werden fann. Anderfeits wird die Vaffivität der
Handelsbilanz angefickt8 der wirtfehaftlihen Lage Deutfchlands, im befonderen auch
der Preis und Valutaentwiclung vorausfichtlih noch lange Jahre fehr ungünftig
Sfeiben, zumal wenn e8 Deutfchland gelingt, Nahrungsmittel und Nohftoffe in dem
notwendigen Umfange einzuführen. Wie bisher, fo wird wahrfcheinlich auch Finftig
ein Zeil der Einfuhr aus Verzehrögütern beftehen, die verbraucht werden, bevor fie
endgültig bezahlt find. Die nationale Soldreferve, die fich faft ganz in den Kaffen
der Neichsbank befindet, kann, wie oben Gereit8 angedeutet worden ft, unmöglich
weiter gefchmälert werden. . Der Ddeutfche Befig an ausländifchen Wertvapieren ent
Hält -gleichfall®. Feine ins Gewicht fallende NReferve mehr. Insbefondere find die
deutfchen Beftände an neutralen Wertpapieren fo aut wie ausverkauft.

*) Beifpielsweife wurde in der Preffe der Befig an Markahlungsmitteln für Frankreich (einfcdhlicß-
id) des ftantiihen Befiges) auf 3,2, für Holland auf 3 bis 4, für die Schweiz auf 3, für Dänemark
auf 1'/, bis 2, für Spanien auf 3 und für Lugemburg auf 0,2 Milliarden Mark agelchäbt
        <pb n="9" />
        Bei der gefchilderten SGeftaltung der Zahlungsbilanz ift der fchlechte Stant
der Ddeutfchen auswärtigen Wechfelkurfe nicht verwunderlich, Ihre Bewegung unt
die Entwicdlung des Disagios der Mark an den wichtigeren Plägen ift aus der Dei
gefügten Siffernaufftelung erfichtlich. E83 ergibt fi aus ihr auch für die Wechfel
Eurfe wieder, daß eine geradezu Kataftrophale Entwidlung nad) dem SZufammenbruch
Deutfchlands eingefeßt hat. Während das Disagio der Mark Ende Oktober 1918
in Aınfterdam, Stodholm und Aurich etwa 42 Prozent betragen hatte, war e8 gegen
Ende Februar 1920 an den genannten Pläßen auf durchfhnittlich etwa 95 Prozent
gewachfen, Denn auch inzwifchen aus verfchiedenen Gründen (Konjunkturumfchwung
auf den Warenmärkten, Befjerung der deutfehen Grenzkontrolle, Nücdgang der Kaufe
;raft der Deutfchen Bevölkerung pp.) eine geringfügige Befferung zu verzeichnen war
— Disagio am 31. Auguft 1920 durchfehnittlich rund 90 Vrozent — fo wird nach
Lage der Dinge eine erhebliche Annäherung an die Münzparität oder auch nur eine
in8 Gewicht fallende Befjerung kaum ermöglicht werden Kfönnen, felbft dann nicht,
wenn Deutfchland durch beträchtliche Nohftoff» oder Balutakredite wieder in den
Etand gefebt würde, fih zu erholen, feine Produktion zu erhöhen und genügenbde
Menacn an Ausfuhraütern zu fchaffen.

a

Wechfelkurfe.

Sm vorftehenden find bei der Erörterung des Zuftandes unferer gegenwärtigen
WahHrungsverhältniffe mehrfach die Gründe geftreift worden, die zu der gefahrdrohHenden
Verfchlechterung geführt haben. E38 find im wefentlihen die Wirkungen des Krieges
und feines unglücklichen Abfchluffes, ‚insbefondere die durch diefe Ereignifle hervor
gerufene. Berfchlechterung unferer Wirtfehafts- und Finanzverbältniffe, die ihren Aus
druck findet in einem fühlbaren Mangel an Nahrungsmitteln und Nohftoffen, in
Preis: und LCohnfteigerungen bei außerordentlich ftarfem Nücgang der Produktion,
in einer fataftrophalen Schuldenwirtfchaft des Reiches und damit zufammenhängend
in einer übermäßigen Ausdehnung des Geldumlaufes und zunchmenden SGeldentwertung.
Eine Surchareifende Befferung erfcheint nur möglidh durch eine Befeitigung aller
diefer primären und felundären Urfachen der Währungsverfchlechterung. E83 darf
jedenfalls angenommen werden, daß fowohl der Zahlungsmittelumlauf wie auch der
Stand der deutfchen Wechfolkurfe von felbft wieder eine günftigere Entwiclung nehmen
würden, wenn e8 gelingt, die, Deutfchen Wirtfchafts- und Finanzverhältniffe der
Befferung entgegenzuführen. E83 darf aber nicht überfehen werdeir, daß ohne eine
meitgehende Befeitigung der SGrundurfachen kanın eine befriedigende und dauernde
Befferung zu erzielen fein wird, mit anderen Worten, daß e8 dem Deutjhen Reiche
faum [Lediglich mit Hilfe feiner Finanzpolitik, feiner Währungspolitik, feiner Finanz
techniE oder feiner WährungsStechnik gelingen kann, die deutfche Wirtfchaft wieder in
Ordnung zu bringen, folange nicht die. Wirkungen des Krieges und weitergehen
die vernichtenden Wirkungen des FriedenSvertrages befeitigt find. Aus diefeın Grunde
erfcheinen un8 die mehrfachen Vorfchläge, die eine Befferung der Verhältniffe für
Deutjehland ausfchließlich oder im wefentlihen durch Reformen auf dem Gebiete der
Währung oder der Finanzen erfireben, mehr oder weniger unzureichend, folange es
der Meichsregierung nicht "gelungen ift, auf dem Gebiete der inneren und äußeren
Dolitik zu feften Verhältniffen zu gelangen,

Ein Abbau der Geld und Kreditinflation fegt, wie vielfach hervorgehoben morden
ift, felbftverftändlich eine Balanzierung des NMeichshausHaltsetat8 voraus. Um Dicfe
Herbeizuführen, bedarf e8 der frenaften Sparfamfkeit und der größtmöglidhen Anfpannung
        <pb n="10" />
        10

ver Steuerfraft. Die Neichsregierung ift, wie insbefondere die neuefte Steuergejeß-
zebung Beweift, dazu feft entfhloffen. Aber auch bei äufßerfter Anfpannung der
Steuerfraft und bei ftärkfter Sparfamfkeit fann nicht einmal die Dedung der hHeimifchen
Sinanzbedürfniffe durch ordentliche Einnahmen erreicht werden ; daneben ift jedoch das
Reich auf Grund des Friedensvertrages der Entente gegenüber mit großen Enfchädi-
zungen an Geld und Gütern bereits belaftet und wird mit größeren möglichermweife
dald noch befaftet werden. Unter diefen Umftänden müßte der grund[äbliche Verzicht
auf die Ausgabe von Reichsfchabanweifungen und auf Die Schaffung neuer Seldzeichen
One weiteres den finanziellen Zufammenbruch herbeiführen. Hierdurch würde aber
%e SGefamtlage im Innern und dem Auslande gegenüber natürlich nur noch mißlicher
verden. Auch eine gewaltfame Berminderung der Ausgaben, 3. B. eine Einftellung
5e8 Sinfendienfte8 für die Reichsanleihen, brächte feine Befferung, fondern eine Ber
Hlechterung der Finanzlage des Reiches, Ein großer Teil der Banken, Cparkaffen,
Dandels- und Induftrieunternehmungen, Drivatperfonen und andere Träger der Volks.
virtfchaft müßten als Gläubiger des Neiches in {Lhwierige VBerhältniffe geraten, was
ine folche Minderung der Steuerkraft zur Folge hätte, daß der Nuhen, den der
ReichshHaushalt aus dem Fortjall der Zinfen hätte, zum minDdeften aufgewogen würde,
Dazu fommt, daß die großen fozialpolitifchen Hürforgeanftalten (Alters: und In
Jaliditätsverficherung ufw.), deren Kapitalbeftände wefentlich in Neichsanleihe angelegt
ind, durch Wegfall der VBerzinfung außerftand gefebt würden, ‚ihren Verpflichtungen
m genügen, {o daß das Reich fich der Übernahme diefer Zahlungsverpflichtungen nicht
mtziehen fönnte, Wenn die für die gefamte Weltwirtfhaft wichtige deutfche Volkswirt
Daft erhalten Bleiben und an einer Wiedergutmachung der durch den Kricg gefchlagenen
Runden mitarbeiten foll, {fo muß unbedingt dahin gewirkt werden, daß der Bankerott
des Deutjdhen RNeiche8 vermieden und der in der deutfchen‘ Bevölkerung mährend
Ser [ebten Zeit fichtlich ermachende Arbeit3wille nicht alsbald durch übermäßige
inanzielle Drangfalierungen wieder ertötet werde,

Praktifch undrauchbar find die Vorfhläge, welche darauf abzielen, daß das
Reich die Umlaufsmittel abftempelt oder umtaufcht und dabei einen Teil als Zwang8-
ınleihe. zurüdbehält, um auf diefe Weife den Wert des Geldes zu heben und. die
Inflation zu verringern. Die Gründe, welche einem derartigen Verfahren entgegen
ıtehen, bedürfen an Ddiefer Stelle Feiner weiteren Erörterung. E3 genüge, Darauf
dinzuweifen, daß ähnliche Maßnahmen, wo fie getroffen worden find, eine der Gbeab-
ichtigten durchaus entgegengefeßte Wirkung gehabt haben. Auch hierbei hat fich
gezeigt, daß durch mwährungstechnifche Maßnahmen nicht ohne weiteres eine Änderung
ber wirtfchaftlichen VBerhältniffe zu erzielen ift, und daß eine Herabfegung der Vreife
und Löhne nicht einfeitig durch Maßnahmen von der Seldjeite her erreicht werden
ann, da für die Höhe der Preife und Löhne der Vorrat an verfügbaren Waren
on nicht zu unterfchäßender Bedeutuna ift.
        <pb n="11" />
        Anlage 1:

Entwicklung des Umlaufs an papiernen Zahlungsmitteln
— KReidhsbanknoten, Darlehnskaffenfcheine)
vom 23: Zuli 1914 bis 31. Auguft 1920.
Sn Milliörien Mark.

Datum .

-, € befanden fich im Umlauf |
Neichsbanfnpten, Darlehustaffen. hröge laut
‘ fcheine - (Spalte 2:4 3)

Dedung des
SGefanitumlaufs
(Zpalte 4)
yurch den Goldbeftand
Ser MeichsSbanf

+

23.-Quli 1914 1.000000.
31: Dezenider 1914 ....
31, Dizember 1915 ...
ahresdurchjehnitt 1915
31. Dezember 1916... :
Jahresdurchfehnitt 1916
31..Dezember 1917 ©
Yahresdurchfhnitt 1917
31. Dezeuber 1918...
ZYabhresdurchfhnitt 1918

31. Januar . 0.0.0000
28. Bebrunnt ...,1. 0...
31. März... 000
30, ML wa mem |
31. Mai. 2.0.0000
30. Jun 2.008021
31. Sülieı cube
31. Augaft. 0.000000
30. September ........
31, Oftober ...0.C..00000
30. November -......
3. Dezember. ..0...0..0.
Yahresdurchfhnitt 1919

1919:

1920
31. Januar .....0000.
28. Sebruat.... BERG
31 Mg 00er
N
31. Mal. ...00.0.00100000
30. Juni 2000000000000
Sl Sl es tere ame d
31. Muauft. 2

1890,90

5°045,9 Un 445,5

6917,9 05 972,2

54098 5 TO4

8054,17 2 28729

6.871,10 © 1521,

FL467,7 ©": 6264, ° 177822
9.0103 44749. + 134852
22.187,85 © 10242,2. - 32 430,0
136816 477909 *.. 21472

1 890,9
5 491,7
7 890,1
6 114,0:
10.927,6
83922

23 647,6
24 102,8
25.490,5
26 625,9
28.244,90
20.068,4
29 268,9
28 402,38
29 784,1
30 928,6
31 905,5
35 698,4
27 987,8

10.292,5
1055545
11 027,60.
L1 169,4
0966,9 .
12.026,90.
1.928,91
11 687,0
'1811,8 .
11.776,6
12 814,8: .
13 781,2

11 456.4

33 940, 1
34 658,3
36 518, ı
37 798,3
39211,8
41 995,3
41 197,8
40 179,3
41 598,9
42 705,2
44 720,6
49. 479,6
20 444 ©

37 443,4
11 033,8
15 169,7
47 939,6
50 016,7
53 975,1
55 768,6
384012

12.938,1 ° " 50381,5
127214 - 53 755,2
13.731,24 \: 589011
13775,7 . 61 715,3
{3 567,2 63 583,9
13633,3 ;. 67 608,4
{3.327,9. 69 096,5
122664  71 667,6

71,8 Prozent
38,1 = 2
31,0
38,6
23,1
29,5
13,6
18,3
7,0
11,1

6,6
6,5
5,2
4,6
3,9
a7
2,7
2,7
2,6
2,6
2,4
2,2
3.8

2,2
2,0
1,9
1,8
1,7
1,6
1,6
1.5
        <pb n="12" />
        12
Anlage 11.

Sntwicklung des Soldbeftandes der Reichsbank
vom 23. Juli 1914 bis 31. Auguft 1920.
In Millionen Mark.

Datum

23. Juli 1914 1.0.00...
31. Dezember 1914 ......
31. Dezember 1915 ......
Yahresdurchfchnitt 1915
31. Dezember 1916 ......,
Hahresdurchfehnitt 1916
31. Dezember 1917 .... A
Jahresdurchfchnitt 1917
31. Dezember 1918 ......
Yabhresdurchfchnitt 1918

Beftand der Re’chsbank.an
geprägten Gold | Gold in Barren )
(deutf Fe Neichs: '

are dmünzen) und Sorten
7

943,4
1659, |

413,4
„433,9
2 045,3
19412 ©
2 051,6
2 056,7
1 967,6
2 005,5 |
1 888,0 '
19216 |

399,9
419,7
468,9.
418,4.
459,0
460,4
423,6
465,6

Sefam beftand
an Sold
Spalte 2 +3

1 356,8
2092,8
2 445,2
2 360,9
2 520,5
24751
2 406,6
24650
2262,2
2387,2

Veränderungen (+ ober —)

monatlid. | jädrlich
EEE
6

+ 736,0.
(feit 24, Juli 1914)
+ 352,4

A

75,3

113,9

14d,4

1919
31. Jam 22er
28, Februar ............1
31. März. ..0.0.00400000L
30. April 000
31. Mai essen
30. Juni ....000.000000]
A
31. Auguft. 0.0.0000.
30. September.
31. Oftober 20.001.000
30. November ...4.....'
31. Dezember 2...0.....

Yahresdurchfchnitt 1919!

1920 ;
31. Januar 00.0.0000
28. Hebruat ............]
31. Migranten
30, April ....0.000000000
31. Mai 0000000040007
30. Juni ...00.000000000
31. Juli 0000000000040
31. Auguft........0.00

1 838,0 8

1 838,3

1 560,2

14121
173,7
897,8
897,7 |
807,7
897,6
897,6
897,6
897,6

| 2146

901,0 |
300,9
901,5
301,5
901,5
901,6
301,6
901,6 |

415,7
107,4
355,8
343,8
342,4
218,6
211,6
205,6
199,0 :
195,9
192,9
191,9
278.7

189,0
190,4 .
190,0
190,2.
190,2
190,1
190,1
190.3

2 253,7
2 245,7
1 916,0
1 755,9
L516,1
| 116,4

109,2

103,3
{ 096,6
1 093,5
| 090,5
1 089,5
1 493,3

1 090,1

1 091,3

L 091,5

1 091,7

' 091,7

! 091,7.
L091,7
1 091,7

8,5
— 8,0
329,7
160,1
239,8
399,7
— 7A
— 6,0
— 6,7
— 3
— 30
1,0

+ 0,6
a 1,2
+. 0,2
+ 02

I ] 172,7
        <pb n="13" />
        ‘3

Anlage 11,

Entwicklung der fchwebenden Schuld vom 31. Oktober 1917
bis 31. Auguft 1920,
In Millionen Mark.

Datum

31. Oftober ........0..0.
30. November . ...1...0.
31. Dezember...

1917

1918

CR ww
31. Januar ..... 0.4.00.
38, Februar... .......
A
30. Aptil...0...0.00000
31. Mal... 00. 0000000
A
31. Juli. 0000000001000
31. Auguft. ... 0.0.5000
30. September .........-
31. Oftober ......4. 000
30. November .....1.040-
31. Dezember. ..........

. Bom Reiche
wurden an NMeichsfhHaß-
anweifungen ufw.
ingaefamt bisfontiert

22 :906,7
24 825,5
28 551,5

32 542,2
35 836,2
33 449,3
31 531,2
34 674,5
38 402,2
11 793,9
16 575,5
18 036,6
48 174,1
51 203,8
55 207,2

Hiervon befanden fich

bei der Neichäbank

ı außerbalb der Neichsbanf

11 353,6
11 856,4
14 208,4

11 553,1
12 969,1
14 343,1

12 669,4
12 760,8
15 721,6
13 571,3
14 279,7
L6 395,5
15 747,7
17 443,1
23 605,8
20 428,7
21 866,7
27 157,0

19 872,8
23 075,4
17 727,7
17 959,9
20 394,8
22 006,7
26 046,2
29 132,4
24 430,8
27 745,4
29337,1
28 050,2
1919
31. JanUaT ...0.00.0000000
78, Gebruat............
A
30. Aptil.........00000.
al. Mal. ....0.0.000040000
30. Juni ...0..000000000
31, Jült.....0..000000004
31. Auguft. . ee |
30, September .......... |
31. Oftober ........0.0..
30. November ..........
al. Dezember. ..........
1920
$1, SOHLE ae he
28. Februat ............
1
31. Mal. ....0000030 144
30, Juni ......0.10000000
Sl Milena nun nun ]
31. Auauft. .... 0.0.0000.

58 643,2
61 592,2
63 843,6
67 179,6
70 365,8
73 393,3
76 111,4
78 184,0
80 627,2
83 302,6
85.:222,9
Q6 8A a

38 289,5
89 041,7
91 620,9
95 139,9
LO1 608,5
E13 161,6
{22 703,9
129 422, ı

26 859,7
27 070,3
29 947,5
31.338,8
28 454,3
33 059,1
30 437,8
31 033,1
33 574,1
33 676,1
33 774,2
41 251,3

38 814,0
38 091,9
42 709,9
38 396,5
36 692,6
44 954,1
40 133,7
40 866,8

31 783,5
34 521,9
33 896,1
35 840,8
41 911,0
40 334,2
45 673,6
47 150,9
17 053,1
49 626,5
51 448,7
45 129.6

49 475,5
50 949,8
48 911,0
56 743,4
64 915,9
68 207,5
82 570,2
88 555,3
        <pb n="14" />
        ZBW digital 2018 DL
        <pb n="15" />
        Mechfelklkurfe

30. Agio 31. Agio | 39 Ugio | 91 MAgio 31. Ugio | 29 | YgiD | ey Agio | 99 Mgio | 21 Agio 30. Ugio 99. Agio | 81. ı Agio 31. Agio 98 Agio 20. Agio| 29 Agio | ar | Agio| 99, Ugio | 81. MAgio 31. Agio) 89 | CE ET

Auni | Dis, | Dezbr. | Dis | Juni | Dis. | Dezbr. | Dis- | März | Di&amp;- | Juni | Dis | Sept. | Dis. | Dezbr. Dis | März | Dis- | Juni | Dis- | Sept, Diss Dezbr. Diss | Januar | Dis | Februar| Dis- | März | Dis. | April | Dis- | Mai | Dis- | Juni | Dis- l Suli | Dis- | Auguft | Dis | Sept. | Dis. | Oktober | Dis.

1914 | agio| 1914 | asio | 1915 | agio | 1915 | anio | 1916 | asie| 1916 | asio | 1916 | agie | 1916 ! agio| 1917 | oeio| 1917 | agio | 1917 ' agio 1917| agio | 1918 | osio | 1918 | ago | 1918 | agio| 1915 | asio| 1918 | asio| 1918 * solo | 1918 | agio | 1918 | agio! 1918 | agio | 1918 | anio
Ja na 6 0/ 0 ar On
—_

Yrt der | Münze
Notierung | parität
n New York
auf
Berlin (Sicht) ...}
Qonbon (cable)... ]

[a
95,285 | 95,125 | 0,171 8,75 | 6,9 | 81,00 | 5. | 76,25 | 20, | 72,125 24,3 | 73, — [23.30 70.30 | 26.1 73.375 23, 71,— |25,5
(nom.)
[2 12. A ; | ) N . | |
477 | 2.065] 17640] 2.77 47645 | 2,72 4,7645 | 2.22 | 4,7645 | 2,72 | 4.7645 12,72 | 4,7645 12.72 4,764! 2,72] 4,7645 | 2,72 | 4,7645 | 2,77 4,7645 | 2,72 4,7645 | 2,72| 4,7645 | 2,72| 4,7645 | 2,72 4,7645 | 2,72 | 4,7661 | 2,08| 4,7655 | 2,08| 4,7655 | 92.0
18 29.12.16 ; | 9,9 10.6 12,65 / 9.4 | 95 95 | 94 9,4 9,3 | 9,3 | | 5.4 53
Paris a] —z fres | 5,1826 | 5,15625 | 0,5 | 5,1625 0] 5,73 | z0,55| 5,86 | 783,7 | 5.0775 | 15.3 | 5,9075 | 14,—| 5,83 (a 5,845 | 72,8 | „125 | 727 | 5,75 | 5.795 | 22,8 | 5,738 | 20,7 5,72 | 10,4 | 5,725 | 70,5 | 5,7225 | 20,4 | 5,7187 | 20,3 | 5,7175 | 70,3 5,7150 | 70,3 5,7125 | 20,2 | 5,48 5,7 5,48 | 5,7 | 5,4725 | 5,6

100 4
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1£
—8 4,5000 | 488 | 031 48615 | 0.71 4.7735 | 21 474 | 26]

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Daris .......00.

100 A | | | ] ; | ; | 28.9.17 | [2 12. A| | | 28. 3. 18 | ;
hfl 59,26 | 59,105 | 0,3 | 54,25 | 8,45| 50,70 | 24,43] 42,35 | 28,5 | 41,70 |296 | 43,775 | 26.1 | 42,525 | 28,2 41.20 130,5 | 38.925 | 24,3 34,75 lu 32,90 142,5 | 45,36 193,6 | 49,10 | 29,— | 43,525 | 26.6 | 42.00 | 28,7 | 40,80 | 87,2 | 38,075 | 34,2 | 34.25 142.2 | 32,50 | 45,5
1£ ; | | 28,9.17 129.12, 17 | 28.8. 18 | ] | | /
— 4 | 12,11 [12.1257 0.1 | 11991 z— | 119551 7,8 | 10,795 | 10, | 11.18 | 771 11.49 1 5,7 | 11.665 | 3,65) 11,683 | 3,5 11,765 | 29 | 11575) 14 1815| 6,6 A 9,2 | 10.905 | z0,— | 10,61 | 72,4 10,22 |75,6 | 9,88 | 78,4 | 9,47 |27,8 9,325 a3, | 9,145 | 245
| | ; | 28,9.17 | vr. | 3.18 1 ) | | | |
48.18 | 0.4 | 47,85 | a 1 44,60 | 7,1 -_- 79,3 | 39,20 | 18,3 | 40,85 | 24.9 | 41,875 | 22,75 42,10 172,3 | 42,35 1728 | 42,35 | 128 40,95 | 24,7 | 40,73 zz! 40.25 | 26,2 | 88.75 | 79.3 87,75 27.4| 36,45 [24.7 | 35, 197.7 | 34,495 28,8 | 83,75 | 29,7

| 30. 8. 18
31,205 | 473 | 32,05 | 45,9 | 34,60 las
ja
9,33 28, | 10,121 165 -- 77

100 fres | |
— hfl 48,00

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35,95 5.7 | 838,75 | 79.3 | 43,125 | 70.2

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1£
== Kr | 18,1€
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Kr |. 72,06

27.8. 14 | [mu ] ; | 29.6. | je | 29.12.16 | . ] / _ / | ae | | | | | | 5150 |42-
89,00 | 0,13| 87,75 | 7,3 | 77,10 |z3,8 1 68,25 | 23,2 | 62,10 130,7 | 63,15 128,9 | 62,10 130,7 | 57,50 35,4 | 53,— [0,4 47 — 7,7 1 40,25 [54,7 1 60,— 132,5 | 55,25 [378 | 62, — | 30,251 60,— 132,5 | 58,— |34,8 | 58,35 |34,4'| 49.25 144,6 | 47,— 147,7 | 46,— 148.2 | 46,— |48,3 | 51,50 14?
27. 6. 14 | [2 12. 4 29.6. / 2.10.16 |» 12.16 | | | ; + , | N | | | | - | _ ] | | | _ | .
18,25 | 0.5 1 19,20 5,71 18,13 | 0,2 1 7,05 | 6,7 | 16,52 | 9,—| 16,40 | 9,7 | 16,80 | 7,5] 16,22 |20,7 | 15,80 | 15,61 74, 13,70 [246 * 14,28 1215 | 14,15 2917 | 14,80 | 75,5 | 14,20 [27,8 | 14.08 122,5 | 14,05 |22,6 | 13,42 126,7 | 13,31 126,7 | 18,85 |24,7 | 14,60 | 79,6 | 1667 |! ®
27. 6. 14 | [ri m00| [ann | [20.22.26] ; ] ; | | . | | ; | F ; | E Ä.z | | % 22 64 [77
72.50 | 0,7 | 77,50 | 7,6 | 68,50 | 4,85] 61,75 | 14,2 | 58,10 29,3 | 58.20 | 78,8 | 60,75 | 75.6 | 5840 | 18,9 | 57,— 20,8 | 57,30 120.4 | 49.65 |31,— 1 52,7: [26,7 | 52,25 | 27.4 | 54,75 |24,—| 52,25 |27,4 | 52,— 127,8 | 52,— |27,8 1 49,60 |32,7 | 40.15 1317 | 58,75 125,4 | 5625 27, r—

Sn 2.10.16 ; 6] 16.18 “ ]20.7.18 “| 2.10.18 | |
98,50 | 20,2 | 92,75 | 24,9 | 95,60 | 226 | 92,30 [252 | 84,875 | 31,3 | 79,075 | 36,—| 69,125 | 44,—| 64,875 | 47,5 | 85,75 | 20,5 | 82,875 32,9 | 86,50 [29,9 | 84,875 | 31,3 | 82,25 \33,4 | 77,875 36,9 | 69,— la41 | 65,50 | 46,7 | 68,50 1445 | 69,375 | 43,8 | 71,50 42.7
1£ | 2.7.14 9.7.15 | 2.10.16 | | | 1.8.18 | 30.7. 18 | 2. 10. 18 ]
= fros | 25,225 |25,1950 | 0,7 | 25,45 | 0,9 | 26,00 8,1 | 24,91 | 12]. 24,85 | 2,49) 25.185| 6,76] 25,35 | 0,5 | 24.10 | 45 | 24,03 ] 4,7 | 23,02 | 8,7 | 22,36 |zza 20,84 | za | 21,49 | 74,8 | 21,20 lm | 20,475 (6 | 20,05 120,5 19,025 | 24,6 | 18,92 |25,— 18,81 |25,4 | 20515 18,6 | 22,375 | 12,3 | 28,70
| 97.14 / | | | | | / | | 2.06 | | | 1.6.18 [nn 210287 |
100.— | 100,00 | 100,22 | 0,22 101,45 | 1,45] 96,90 | 3,70 80.675 | 20.325 88,40 | 77,60 89,65 | 70,351 91,15 | 8,85| 86.80 | 232 | 86,55 | 22.43] 84,05 | 5,95 81,125 | 28.875 76,65 - 78,925 | 22,073] 78,05 |27,95| 75,20 [248 | 73,85 Pr 70— | 30,— ga725 | sna76 69,275 | 30,725| 78,80 |27,2 | 85,75 | 74,25] 91,—
|

|

|

|

Die unterftridenen Zahlen bedeuten die Entwertungsziffern bei Zugrundelegung der Berehnungsart, welche die Iulandwährung als die veränderlide annimmt
Die fetten Zahlen bedeuten Agio.
Sie schrägstehenden Ziffern bedeuten Disanio.
        <pb n="16" />
        Anlage 4.

. |
30. | Agio| 81. Agio| 91 AUgio | 98 | Agio| ar | Agio| 99 Agio 31. Agio 30. Agio| 91 | Ugip 30. | Agio
Nov. Dis, | Dezbr. Dis. | Januar | Dis. nme Dis. | März Dis. | April | Dis. | Mai | Dis, | Juni | Dis | Juli | Dis« | Auguft | Dis.
918 | agio| 1918 | agio | 1919 | asio| 1919 | agio| 1919 ! agio| 1919 | agin! 1919 | anio| 1919 | mein] 1919 | acio{ 1919 | agio

30. | Agio |. 31. | Agio 99. - | Agio 31. | Mgio 31. Ugio 98. Mgio | 91 Ugio 30. Agio 31. Agio 30. Agio 31. Agio 31. | Agio
Sept. | Diss Ottober | Dis. | Nov. | Dis. | Dezbr. | Dis. | Januar | Diss | Zebruar| Dis. | März | Dis. | April | Dis-| Mai Dis-| Juni | Dis. | Iuli Dis, | ANuguft | Diss
1919 | ag 1919 | agie! 1919 ' agio| 1919 | agio| 1920 | ogio] 1920 | 0eiv| 1920 | agio | 1920 | agio‘ 1920 | agie| 1920 | agio | 1920 ' agio' 1920 agir

0 öf 07 nr wn 97. vr

Wecdhfelkurfe

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Münze YUrt der
parität | Motierung

in New York
auf
Berlin (Sicht)

| EI
8,16 19241 95,285 | =g |
, ı [252 ] Ka . ; ; Il 16.20 | . . 1£
2,08] 4,7645 | 2,22 4,5950 | 5,56] 4.6750] 3,94| 4,6450 | 4,601 4,60 | 5,5 | 4,3625 | 170,4 | 4,2125 | 73,5 | 4,195 | 23,3 | 4.17 174,3 | 4,0075 ] 17,7 [ 3,765 |226 | 8,5085 | 27,9 | 3,40 | 30,1 | 3,93 las | 3,84 |227 1 3,925 | 79,4 3.9512 | 28,8 3,7325 | 23,8 ' 3,56 | 26,9 * -$ [| Condon (cable)
| .
| 50 EI | 33| 22] [220 [ms.20 [222 | [20 28 men [27 = S]- E SS | iS] ES [2 10m Z zz ZA
5,4562 5,3 | 3.4550] 5,3 | 5,4575 | 53 | 5,4750 3,6 | 6,04 26,5 | 6.07 |77,7 | 642 123,8 | .6,45 1244| 7,25 137.9 | 8,06 55,5 | 8,25 159.2} 883 170,4 1 9,84 |89.8 | 10,92 1770,7 | 13,33 |257,3 | 14,20 |272.—1 14.80 1285,6] 16,70 1222,81 12,88 |248,6 | 12,18 |235,7| 13,02 [752,3] 14,45 778,91 5,1826 | —fres | Daris (Sicht)

in Amfterdam
30. 5. 19 | | | = 8.19 | 20. 12.10] | 30. 7.20 | 1.9.20 | 100 4 auf
0,25 | 49,—| 29,50 [50,2 | 98,15 152,5 | 24,275 | 50, 22,50 162, 21,975 | 629 17,80 69,6 | 18,50 168,8 14,45 |75,6 | 12,40 79,7 | 11,80 [80,7 | 8,45 [85,7 ] 6,05 [so | 5,425 00,3 | 3.125 1947 | 2,725 [95.4 1 3,725 l93,7 | 4,85 97,8 | 7,385 [876 | 7,40 87,5 | 6,80 |88,5 |. 6.80 80,4 | 39,26 | =hfi | Berlin (Schec)
| 30.5. 19 | | ] 2} | 29.8, 19 | | 10. ei 20.12 | | 1 30.7.20 | 1.9.20 | | 1£
33 | 6,4 | 11,15 | 7,9 | 11,505 | "a 24 | 11,47 | 5,3 | 11,65 | 3,8 ]111,8625I 2,7 1 118351 28] 1159 1 43 1 11,32 6,5 1 11.19 | 7611 9,2 | ASS 72,7 | 10,155 16,7 | 9,18 [24,2 | 9,255 [22,6 | 10,47 | 22,6 10,615 [72,3 | 10,64 | 22.7 | 11,105 | 8,3 ! 1088 | 70,2 | 11,185 76 | 12,11 | = | London (Sched)
. ; . | 30.5. 19 |
13,55 | 33 | 42,90 | 0,6 | 44,30 | 7,7 | 44,35 | 7,6 | 41,60 | 23,3 | 41,40 | 23,7 39,95 | 76,8 |

. [2229 . | 0.12.19 + | 1.9.20 | | + | 100 fres '
39,75 | 17,2 | 36,10 | 22,8 | 33,50 PP 33,75 | 29,7 | 29,70 | 38,7 | "&gt; 0 [02 | a0 Jea5 | zo00 [ma] 200 (62) 16,55 [65,5 I 21,30 |55,6 | 23,25 1526 | 22,20 [53,7 | 21,80 [526 1 48, hf 1 Maris (Schee)

in Stockholm
auf
Berlin (Sicht)
London (Sicht)

14.75 149,6 | 48.— 1576 1 42.— 152,7 | 36,25 [59,2 | 34,25 167,5 | 32,— |64,—| 28,75 67,7

2950 166.8 | 2350 1726 | 1995 1702|

18,50 [79,2 | 13,76 | s451 10,75 | 87,9 | 950 189,3 1

LE
r

100
192.71 5401929 | 660 9261 825 |90,7 1 12,75 [85,7 1 12,— |e6,5 | 11,25 J87,3 | 10,10 ie | 88,89 | = Kr
1£
16,75 | 7,8 | 16,28 120.4 | 16,95 | 6,7 | 16,95 | 6,7 | 17 12 | 5,7] 17,8 | 3,7 | 18,22 | 0,3 | 17,95 | 221 17,59 | 3,7 | 17,27 ] 4,9 | 78 ar | 17.47 | gi | 18,— | 6 | 17,65 | 28 | 18,10 | 0,3 | 18,25 | 05 | 18,10 | o3l ı8— | 091 18,101 0,8 | 17,90 | 14 | 1770| 25] 17,67 | 2,7 | 18,16 | —Kr
. . 1 100 fres
64,50 | 20,4 | 62,75 | 128 | 65,25 | 9,4 | 65,25 | 9.4 | 62,— P 9 62,— 123,9 | 62,75 ' 228 | 160,75 | 25,6 | 55.— | 286 | 51,— |20,2 | 58,— 264 | 47,50 la 46.50 |35,4 | 43,— jan | 89,— us] 38,— lu, | 31,50 156,2 | 28,25 |60,8 I 36,25 |49,6 I 37,50 | 47,9 | 36,85 [49,5 1 34,60 152,9 | 72,— ! = Kr
4,9 3 Dr 2 / , 7 „ r y / | 23, /

WDaris (Sicht)

in der Schweiz
; 30.519 | » . | 100 4 auf
32,50 | 49,4 [59,875 57,5 | 5707553, 48,75 160,5 | asa75 632 | 40,75 67 35,50 | 71,2 | 42,625 165,5 | 82,65 | 73,5 | 27,— 78,2] %0— 178,0 | 18.05 | 85,4 [12,625 [89,8 1 11,50 190,7 | 6,875 [944 | 6.25 195,1 7,95 [936 | 9,80 92,2 | 1475 Iss,2 | 1420 |85,4 | 13,025 | 88,8 | 11.235 190,9 | 123,46 | =fres | Bertin
| | ] [5 ; | nun? ] . | | 3} _ | | . - | 8
23 50 | 68 | 29 975 | 8,9 aa | 6,9 zer | 89} 23,12 | 8,3 | 23,20 | 8,—1| 28,95 | 5,7 | 25,05 | 0,7 | 24,32 | 3,6 | 23,975 | 5,—| 23,675 6,7 | 23,83 | 7,5 ] 22,15 222 | 21,25 | 75,8 19,90 |27.7 1 21,03 | 6,6 1 22,20 172, 21,51 | 24,7 21,75 | 73,8 | 21,775 | 73,7 | 21,89 | 73,2 | 21,67 | 24,7 25,225 | = fres | Condow (kurz)
/ [50 / | 00 ; | | | | | , | | | ,

20,50 | 9,50) 88,45 90.45 | 9,55 a 83,25 1675 81,75 | 0,25 80,75 | 79,25| 84,75. | 25,25| 76,125 | 23,88] 70,625 | 29,38] 71,50 26,5 | 63,50 | 26,5 [56,375 je 52,20 la7,8 1 43,05 ls6,95 | 43,50 (56,5 | 38,25 | 67,75} 34,— 166,—| 41,— |59—| 45,25 |54,75| 46,25 |553,75| 42,— |58,0 | 100,— = 100,—] DBaris
| |
|
| |

ZBW M 2019

ZBW diattät ZDER.DL
        <pb n="17" />
        LE N
S €
werden fann, bis Ende Auguft 1920 nicht verändert Hat, berechnet man ferner is S
der mangelhaften Grenzfontrolle bewirkte Ausfuhr mit 5 Milliard Vo, SO
de fih der-oben errechnete Einfuhriüberfhuß von 70 Milliarden Mar A# Kie) BZ
bt berührten Faktoren um mindeften8 13 Milliarden Mark auf zund — 7*
Mark erhöht haben.
‚cm Cinfuhrüberfchuß entfallen auf die Zeit nach Deutfchlands Zufammen:
it Anfang 1919, fhäßungsweife allein 63 Milliarden Mark; dabei ift
aß weder die Einfuhr: noch die Ausfuhrzifern Warenmengen darftellen,
beginn des Krieges den gleichen Werten ent{prochen Hätten, da fich die
inerfeits wegen zunehmender Warenkfnappheit, anderfeit® wegen der Ent
utfchen Baluta ftart erhöht Haben.
Dedung des Einfuhrüberfchuffes Kamen feit MAusbruch des
'nnahnen aus dem internationalen Frachtverkehr kaum noch in
ebenfo mar der größte Teil der Erträge aus aus[ändifchen Kapital
tpapieren, Unternehmungen ufw.) für Deutfchland uneinziehbar geworden.
SriedenSvertrageS haben fich die Verhältniffe weiter dahin verfchlechtert,
nd feine Schiffe und feine aus(ändijchen Kapitalanlagen im wefentlichen
Crträgniffe hieraus ftehen alfo in Sulunft nicht mehr zur Verfügung,
wird Deutfchland für die Beförderung feiner cigenen Außenhandel8
Ausland fchwere Tribute zu zahlen haben, die fchäbungsweife meh
de Goldınart für das Yahı ausmachen werden.
it der Handelsbilanz Konnte im Kriege nur mit Sold, Wertpahbieren
nm gebeift werden, und auch Künftig werden nur Ddiefe Deckungsmittel
(ebtgenannte, in Betracht Fommen. ;
d ft feit Yuli 1914 durch die Neichsbank und durch den privaten
Mehr als 2 Milliarden Goldmark an das Ausland abgegeben worden,
58 etwa 5 Milliarden Mark der Wareneinfuhr beglichen fein dürften
;tpapieren, ausländifchen und inländifchen, find nach einer von der
vtlaufend angeftellten Ermittlung feit Ausbruch des Krieges bis Ende
etwa 17 Milliarden Mark in das Ausland verkauft worden, von denen
rden Mark auf ausländifche Titel, die reftlichen 13 Milliarden Mark
Dland ausgeftellte Bapicre entfielen. Diefe Siffern beruhen für die
zum Teil auf Schäfungen, da von den Hauptfächlich in Betracht Kommen-
Öroßbanken wegen Arbeitsüberlaftung feit einiger Zeit Ziffern nicht
werden Können.
u8fuhr von Gold und Wertpapieren find mithin von dem oben auf
Mark bezifferten Einfuhrüberfhuß [Häbungsweife etwa 22 Milliarden
: worden, rechnet man noch etwa 10 Milliarden Mark für Verkäufe
ven, die Ser Neichsbank nicht bekannt geworden find — feien e8 legt
illegitime (Vermögensverfchiebungen nach dem YHuslande) —, fo muß
incht als 50 Milliarden Mark im Wege der Rreditinanfpruch:
Äge Deckung gefunden haben, 5. 6 durch Kreditoperationen in aus
inländifcher. Valuta fowie durch Bezahlung mit Marknoten. Dicfe
fielen felbftverftändlich Feine endgültige, fondern nur eine vorläufige
ing dar und bedeuten cine fortdanernde Gefährdung unferer Währung;
ite müffen bei Fälligkeit abgedeckt werden, foweit eine Verlängerung
it, und machen alsdann wiederum SGold-, Wertpapier- oder Waren
ausfuhr nötig, wobei zu beachten Gleibt, daß auch die Ausfuhr von Mertyuayieren

Deckung des Einfuhrüber:
fchuffes.
Auslandsfrachten und
Kapitalanlagen.

Sold, Wertpapiere, Kredite

is
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  </text>
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