34 Massen derartiger Arbeiter hervorzubringen. Wir haben schon durchweg in der modernen zivilisierten Welt einen Punkt erreicht, an dem nicht mehr ein Bedarf nach mensch lichen Geschöpfen besteht, die im großen ganzen nur als Lasttiere verwendet werden, sondern eher und ausschließ lich nach Individuen, die sich durch ihre Erziehung und Bildung zur Verrichtung der komplizierten Pflichten des modernen Lebens eignen. Was wir gegenwärtig brauchen, sind nicht mehr viele Menschen, sondern lieber wenige, aber diese wenigen wohlentwickelt von Geburt und durch Erziehung. Die Frau, die heute zwölf Kinder zur Welt bringt und säugt und sie dann ihrer Gemeinde oder der Familie über läßt, wird mit Recht als ein Fluch und Schädling, nicht als eine produktive Kraft dieser Gesellschaft betrachtet wer den. Tatsächlich ist es in der modernen Welt so schwer und kostspielig geworden, auch nur ein Individuum so auf zuziehen und auszubilden, wie es der Kampf mit den Kom pliziertheiten und Schwierigkeiten unseres Daseins erfor dert, daß sowohl für Familie als Staat grenzenlose Frucht barkeit der Frau in der Mehrzahl der Fälle ein nicht gut zumachendes Übel bedeutet. Der Handarbeiter, der mit größten Opfern seine Kinder bis zum zwölften oder vier zehnten Jahr erhalten und erziehen muß, wenn sie sich nur irgendwie als Arbeiter fortbringen sollen, bricht, wenn die Familie groß ist, oft unter der Last zusammen und muß seine Sprößlinge zu verwahrlosten, ununterrich teten, unnützen Geschöpfen werden lassen. Für den Mann der gebildeten Stände, der gezwmngen ist, durch geistige Arbeit mit riesigen Kosten seine Söhne, bis sie zwanzig Jahre und darüber sind, zu verpflegen und auszubilden und die Töchter oft, wenn sie nicht heiraten, ihr Leben lang zu erhalten, ist eine große Familie nicht weniger verhäng nisvoll. Der Staat aber, dessen Frauen unbekümmert große Massen von Individuen gebären, mehr als sie zu ernähren