denen man die Aufgaben des Krieges und der Regierung anvertrauen kann, jener Geschäfte, welche ip der Vergan genheit die besondere Sphäre des Mannes waren. Die Frauen Roms waren schon durch Generationen aus ihrem Gebiete der häuslichen Arbeit und der Erziehung und Pflege ihrer Nachkommen verdrängt worden und hatten längst einen verächtlichen Parasitismus erreicht, ehe noch Roms Männer imstande waren, ihre eigene Arbeit durch die von Mietlingen oder Barbaren im Heer oder bei mechanischen Verwaltungsgeschäften zu ersetzen. Ferner ist die Frau, indem sie mit dem Akt des Gebärens eine hochwichtige, wenn auch passive Funktion erfüllt, die ihr nicht abgenommen werden kann und die ausschließlich mit ihrer eigenen Person verknüpft ist, und dadurch, daß ihre rein geschlechtlichen Attribute ein Gegenstand der Wünsche und Begierden des Mannes sind, ganz besonders ausgesetzt, in einer eigenartig trügerischen und allmäh lichen Weise mit ihrem Unterhalt von dieser geschlecht lichen Funktion allein abhängig zu werden. So sehr ist dies der Fall, daß ihr, selbst wenn sie diese Funktion gar nicht ausübt, doch der Ruhm derselben anhaften bleibt, und daß in ihren eigenen Augen, sowie in denen der Ge sellschaft die bloße Fähigkeit zu dieser Leistung, mag sie sie auch niemals erfüllen, mit deren wirklichen Er füllung verwechselt wird. Unter der mächtigen Ägide der Frau, die die Nachkommenschaft zur Welt bringt und großzieht und in anderen Richtungen ansehnliche wertvolle Arbeit ihrem Volke leistet, schleicht sich unbemerkt und allmählich die Frau ein, die nichts von alle dem tut. Von der kräftig arbeitenden Frau, die menschliche Wesen nach dem vollen Maß ihrer Kräfte gebiert, die ihre Kinder ohne fremde Hilfe aufzieht und gleichzeitig ernste soziale Arbeit in anderer Beziehung leistet (und die unzweifel haft, wo immer sie sich findet, die produktivste Kraft ist, die das Menschengeschlecht kennt), ist nur ein Schritt, 61