68 sierten Gemeinschaft möglich ist, sich zu erhalten, ohne die alte rohe, physische Arbeit ihres Geschlechtes zu ver richten und ohne die Abhängigkeit der Sklaverei oder einen großen Zuwachs von Arbeit durch eine andere Klasse von Frauen zu erleiden; vielmehr hat bereits jene breite Masse von Frauen, welche die Mittelklasse zwischen Arm und Reich in der modernen Gesellschaft bilden, diesen Zu stand erreicht oder neigt dahin, ihn zu erreichen. In den nächsten fünfzig Jahren werden sich unzweifelhaft die technischen Errungenschaften der Zivilisation so rasch verbreiten, und zwar sowohl in der modernen Gesellschaft als auch dort, wo bisher diese materielle Zivilisation noch nicht eingedrungen ist, daß die alte Form der weiblichen, häuslichen, physischen Arbeit selbst von den Frauen der untersten Klassen wenig mehr gefordert werden dürfte, da sie durch immer mehr fortschreitende, arbeitsparende Ma schinen ersetzt wird. Auf diese Weise bedroht der weibliche Parasitismus, der in der Vergangenheit nur einen minimen Teil der Erdbe wohnerinnen betraf, unter den heute bestehenden Verhält nissen breite Massen und kann in der Zukunft das weib liche Geschlecht als Ganzes bedrohen. Wenn die Frauen sich darein finden, den Männern alle Arbeit auf den neuen höchst wichtigen Gebieten zu über lassen, die sich dem Menschengeschlecht unausgesetzt er schließen, wenn sie, so wie die alten Formen häuslicher Arbeit für immer verschwinden, nicht nach Neuem grei fen, ist es unausweichlich, daß endlich nicht nur eine Klasse, sondern große Massen von Frauen der zivilisierten Ge sellschaft in einen Zustand mehr oder minder vollständi ger Abhängigkeit von ihrer Geschlechtsfunktion allein ge raten. * * Wie sehr diese scheinbar sehr fernliegende Gefahr tatsächlich be steht, illustriert in interessanter Weise der ernst gemeinte Vorschlag, der vor einigen Jahren von einer bekannten Persönlichkeit in England gemacht