Maßnahmen den Zahlungsmittelumlauf betreffend. 69 werden können, fließen wirklich Noten aus dem Verkehr zurück. Im übrigen ist zwischen Noten und Scheckguthaben in dieser Be ziehung kein Unterschied. Je nach dem Ausmaß der an die öffent lichen Kassen zu leistenden Zahlungen (Steuern, Anleihen) werden die Einzelwirtschaften auch auf ihre Bankguthaben zurückgreifen. — Der Einfluß auf die Preise geht nicht von dem von Zufälligkeiten abhängigen Rückfluß von Noten und Darlehnskassenscheinen aus, sondern von der Minderung und Schmälerung der Kaufkraft der Einzelwirtschaften, die eintritt, wenn die öffentlichen Körperschaften behufs Rückzahlung ihrer Schulden Steuern einziehen. (Vgl. je doch Abschnitt IV.) Lediglich dieser Angriff auf die aufgeblähte Kaufkraft kann ermäßigend auf die Preise wirken, wenn nicht mehr so viel oder so teuer, wie bisher, gekauft werden kann. Wenn dann die Preise nicht mehr so hoch stehen, wenn inzwischen das Ver trauen zur Zahlungsfähigkeit des Reiches und zur Wiederbelebung der Volkswirtschaft hergestellt, wenn die Steuerfurcht überwunden ist, dann können größere Mengen Noten zur Reichsbank und den Darlehnskassen zurückströmen. Wie der erhöhte Noten umlauf die Folge der Aufblähung der Kaufkraft, der Inflation und der hohen Preise ist, kann eine Zusammenziehung des Papiergeld umlaufs auch nur die Folge einer Verringerung der Kaufkraft, der Inflation und der ermäßigten Preise sein. In all den Fällen (1—3) ist die Verringerung des Papiergeld umlaufs nicht das Primäre. Vorher kommt die Rückzahlung der Kredite aus Mitteln, die die Einzelwirtschaften aufbringen müssen, bzw. die Umwandlung mobiler Kaufkraft in eine Kapitalanlage. Die Summe des Papiergeldes, die durch diesen Vorgang an die Ausgabestelle zurückfließen kann, ist gleich dem Betrag des thesaurierten Papiergeldes. Eine darüber hinausgehende dauernde Verminderung des Papiergeldumlaufes ist abhängig vom Bedarf des Verkehrs an baren Zahlungsmitteln. Dieser geht zurück, wenn eine verminderte Kaufkraft und ein vermehrtes Angebot von Waren die Preise senkt, wenn der heutige Barzahlungsverkehr wieder den gesunden Kredit- und Wechselverkehr in sich aufnimmt. So kann die Reichsbank von sich aus unmittelbar nur wenig — im Rahmen der Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs — tun, um den sich innerhalb dieses Verkehrsbedürfnisses bewegen den Notenumlauf einzudämmen. Um so mehr muß sie als Hüterin der deutschen Währung (und wenn sie am Abbau der Preise mit-