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        <title>Inflation und Geldentwertung</title>
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            <surname>Prion</surname>
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      <div>Die  Mnanzwirtschaft  während  des  Krieges  usw.
Daß  im  weiteren  Verlauf  des  Krieges  eine  organische  Verbindung ­
  aller  drei  genannten  Wege:  Kreditbeanspruchung,  Zahlung
mit  gesperrter  Kriegsanleihe  (oder  mit  anderen  Typen  von  Reichsschuldverschreibungen) ­
  und  Steuererhebung  bis  zur  zulässigen
äußersten  Grenze,  hätte  Platz  greifen  müssen,  wird  man  heute  nicht
mehr  bestreiten  wollen.  Allerdings  ist  heute  auch  bekannt,  daß
Deutschland  auf  keine  Kriegsentschädigungen  zu  hoffen  hat.  .  .
3.  Ferner:  Da  in  der  deutschen  Finanzierungspraxis  mit  der
Verausgabung  der  neugeschaffenen  Kaufkraft  gleichzeitig  eine
Geldvermehrung  und  im  weiteren  Verlauf  des  Krieges  mit  der
Wiederverausgabung  der  auf  das  Reich  übertragenen  Kaufkraft
(vgl.  II)  zum  mindesten  eine  Ausgabe  von  Geld  (Noten  und  Giro)
stattgefunden  hat,  so  kann  durchaus  nicht  überraschen,  wenn  bei
der  Begriffsbestimmung  des  Wortes  „Inflation“  hier  und  dort  selbst
heute  noch  von  dieser  Geldvermehrung  ausgegangen,  ja  die  Geldvermehrung ­
  geradezu  als  das  Wesen  der  Inflation  angesehen  wird.
Dieser  Vorgang  ist  um  so  verständlicher,  als  die  Erfahrungen  aus
älteren  wie  aus  jüngeren  Inflationserscheinungen  lehren,  daß  die
im  Zusammenhang  mit  der  Inflation  stehenden  Geldvermehrungen
nicht  sofort  oder  überhaupt  wieder  durch  entsprechende  Gegenmittel ­
  aus  der  Welt  zu  schaffen  sind,  sei  es,  daß  die  Gegenmittel
(vgl.  zweiter  Teil)  nicht  sofort  zur  Anwendung  gebracht  werden
können,  oder  daß  die  durch  Inflation  eingetretenen  Preiserhöhungen
dauernd  größere  Mengen  von  „baren“  Zahlungsmitteln  im  Verkehr ­
  binden,  oder  endlich,  daß  daneben  noch  besondere  Umstände
(Vergrößerung  des  Zahlungsgebietes,  Angstthesaurierungen)  auf
einen  erhöhten  Umlauf  an  baren  Zahlungsmitteln  hinwirken.
In  diesem  Sinne  wird  dann  das  Wort  Inflation  so  ausgelegt,  daß
es  sich  um  die  Aufblähung  der  in  der  Volkswirtschaft  umlaufenden
Zahlungsmittel,  um  die  Aufblähung  des  Geldes  im  engeren  Sinne,
um  eine  Geldvermehrung  gegenüber  einem  nicht  in  gleichem  Umfang ­
  gestiegenen  Gütervorrat  handelt,  wobei  dann  wieder  —
je  nach  den  besonderen  Geld-  und  Krediteinrichtungen  des  beobachteten ­
  Landes  —  entweder  nur  an  die  Metallmenge,  an  den
Papierumlauf  oder  in  Verbindung  mit  diesem  an  die  Bargeld  ersparenden ­
  Zahlungsmethoden,  an  die  Bankguthaben,  insbesondere
an  das  Girogeld,  gedacht  wird.
Die  Gleichsetzung  des  Wortes  Inflation  mit  Geldvermehrung,
mit  Aufblähung  des  Geldumlaufs  ist  historisch  zu  erklären.  So ­</div>
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