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        <title>Inflation und Geldentwertung</title>
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            <surname>Prion</surname>
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Die  Fmanzwirtschaft  während  des  Krieges  usw.

Schmälerung  der  Kaufkraft  der  Einzelwirtschaften  durch  Steuern
ist  eine  unwiderrufliche.  In  der  Regel  wird  zwar  die  Gesamtmenge
der  in  der  Volkswirtschaft  vorhandenen  Kaufkraft  um  die  Steuerleistungen ­
  nicht  verringert;  denn  gewöhnlich  gibt  der  Staat,  auf
den  die  Kaufkraft  übertragen  wird,  diese  wieder  aus,  sei  es  in  Gestalt ­
  von  Anleihezinsen  oder  zur  Bezahlung  von  Gehältern  für  seine
Beamten  oder  auch  zur  unmittelbaren  Verwendung  am  Gütermarkt. ­
  Entscheidend  ist  jedoch  hierbei,  daß  der  Staat  für  die
von  ihm  zu  leistenden  Zahlungen  keine  neue  Kaufkraft  ins
Leben  ruft,  sondern  nur  die  in  der  Volkswirtschaft  entstandene,
sich  aus  dem  Tauschverkehr  ergebende  Kaufkraft  weiter  verwendet.
So  betrachtet,  sind  Steuern  das  wirksamste  finanzpolitische  Mittel,
Inflationserscheinungen  zu  hindern.  Für  die  Kriegswirtschaft
ist  aber  nicht  außer  Betracht  zu  lassen,  daß  zu  einem  großen  Teil
auch  jene  Güter  durch  den  Krieg  vernichtet  worden  sind,  die  insbesondere ­
  zu  Anfang  des  Krieges  aus  der  noch  in  der  Volkswirtschaft ­
  vorhandenen  und  auf  das  Reich  übertragenen  freien  Kaufkraft ­
  gekauft  worden  sind.  Daraus  folgt,  daß  selbst  bei  stärkster
Wegsteuerung  der  durch  die  Kriegswirtschaft  erzeugten  Kaufkraft
das  zwischen  Kaufkraft  und  Gütermenge  eingetretene  Mißverhältnis ­
  praktisch  niemals  vollständig  hätte  aus  der  Welt  geschafft
werden  können,  da  die  vernichteten  Güter  nicht  wieder  ersetzt
werden  könnten.
2.  Angesichts  der  Dauer  und  der  räumlichen  Ausdehnung  des
Krieges  und  der  dadurch  bedingten  gewaltigen  Kosten  war  es  ausgeschlossen, ­
  diese  Kosten  etwa  ganz  auf  dem  Wege  der  Steuern
aufzubringen  (wobei  die  Frage  nach  der  steuerlichen  Gerechtigkeit:
Belastung  der  jetzigen  oder  zukünftigen  Generation  außer  acht
gelassen  ist).  Mit  Bezug  auf  die  Inflation,  auf  die  aufgeblähte  Kaufkraft ­
  der  Einzelwirtschaften,  wäre  es  nur  von  Vorteil  gewesen,  wenn
durch  eine  starke  Besteuerung  zum  mindesten  große  Teile  dieser
Kaufkraft  den  Einzelwirtschaften  entzogen  worden  wären.  In
der  Unwirksammachung  liegt  der  entscheidende  Vorteil  der  Steuer
gegenüber  dem  Anleihe  verfahren.  Bei  der  Anleihe  erhält  der
Gläubiger  laufend  Teile  seiner  Kaufkraft,  in  Gestalt  von  Zinsen
und  Tilgungsquoten  zurück,  wenn  die  Rückzahlung  des  Kapitals
nicht  auf  einmal  erfolgt.  Außerdem  ist  es  dem  Anleihebesitzer  unbenommen, ­
  sich  durch  Verkauf  oder  Beleihung  der  Anleihestücke
—  in  Deutschland  durch  die  Einrichtung  der  Darlehnskassen  er ­</div>
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