Vorwort. ^Die Stellung der Notenbanken in der heutigen Volkswirtschaft gewinnt stetig an Interesse, und die Bestrebungen nach Verbesserungen gerade auf dem Gebiete des Geld- und Bankwesens sind überall in lebhaften Fluß gekommen. In Großbritannien hat das Problem einer Verstärkung der Goldreserven des Landes die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf sich gelenkt, und in den Vereinigten Staaten von Amerika wird eine gründliche Reform des Notenbankwesens nach europäischen Vorbildern vorbereitet. Auch die von der Neichsregierung veranstaltete Bank enquete, die in den Jahren 1908 und 1909 in Berlin stattgefunden hat, bildet ein Symptom dieser allgemeinen Entwicklung. Mit der Bankenquete steht das vorliegende Tabellenwerk insofern im Zu sammenhang, als eine Reihe der darin veröffentlichten Übersichten für die Zwecke der Bankenquete angefertigt worden ist, während die übrigen im großen ganzen die Fortführung des der Iubiläumsdenkschrift ->Die Reichsbank 1876 bis 1900« beigegebenen statistischen Materials bilden. Die Statistik ist eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Erkenntnis und Wertung der Zusammenhänge auf dem Gebiete des geistigen und materiellen Geschehens überhaupt, insbesondere aber auf dem engeren Gebiete des Geld- und Bankverkehrs, auf dem sich die Entwicklung unmittelbar ziffermäßig ausprägt und in methodisch ziffermäßiger Darstellung am leichtesten verständlich gemacht werden kann. So enthalten auch die vorliegenden Übersichten das statistische Material für die Beurteilung der Notenbankpolitik und Notenbanktechnik in Deutschland, soweit dafür die Reichsbank in Betracht kommt. Bei der hervorragenden Stellung der Reichsbank im Geld- und Kreditwesen lassen die Tabellen das Auf und Nieder des Erwerbslebens deutlich erkennen und bieten zudem Anhaltspunkte für die Beurteilung unserer gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse seit 1876. Ihre Veröffentlichung entspricht um so mehr einem vielfach hervorgetretenen Bedürfnis, als die erwähnte Jubiläumsdenkschrift im Buchhandel vergriffen ist, und die für