Ein- und Ausfuhr an Textilwaren. 25 gleichartigen Werte in den anderen Ländern stärker Rücksicht genommen werden. Mit den durch die beiden erstgenannten Fehler auftret enden Ungenauig keiten wird dagegen immer zu rechnen sein; allerdings mit der Einschränkung, daß die angegebenen Einfuhrwerte genauer als die Ausfuhrwerte sind, weil diese von der Zollverwaltung überprüft werden. Die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins dieser Un genauigkeiten ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß uns in diesen sonst mit großer Sorgfalt geführten amtlichen Handelsstatistiken die einzigen in Betracht kommenden Unterlagen zur Verfügung stehen, die einen annähernden Wertmesser für die Entwickelung der einzelnen Länder bzw. ihrer Industrie ergeben. Aus den nächstfolgenden vier Tabellen ist die Ein- und Ausfuhr der euro päischen Staaten an Rohstoffen und Erzeugnissen der Textilindustrie im Jahre 1913 ersichtlich und gleichzeitig auch der Anteil der einzelnen Staaten in Prozenten. Zur Ergänzung ist in Tabelle 3 die Ein- und Ausfuhr nach dem Zu stande der Verarbeitung angegeben. Um einen klaren Überblick über den Handel in Textilwaren der einzelnen Staaten zu erlangen, war es erforderlich, die ein- und ausgeführten Textilwaren in Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigwaren zu trennen. Nachdem in der Textilindustrie feststehende Regeln in dieser Richtung noch nicht vorliegen, erfolgte die Einteilung auf nachstehender Grundlage. Zu den Rohstoffen werden gezählt: Die Rohstoffe und sämtliche Abfälle der Rohstoffe; bei Wolle außerdem die Kämmlinge und die Kunstwolle; bei Seide die Rohseide (Grege) und die ungekämmte Florettseide (die gekämmte Florettseide und gefärbte Rohseide werden zu den Halb fabrikaten gezählt); bei Leinen: Flachs roh, gebrochen, geschwungen und gehechelt, und Flachswerg. Zu den Halbfabrikaten werden gezählt: Kammzug und alle Garne; von Garnen werden die, welche im Einzelverkauf Verwendung finden, z.B. Nähgarne, zu den Fertigwaren gezählt. Die rohen Baumwollgewebe sind den Halbfabrikaten zugezählt worden, während die gebleichten, obwohl diese in einzelnen Fällen auch als Halbfabrikate gelten können, bei den Fertigwaren eingereiht sind; bei Leinen sind die rohen Gewebe zu den Fertigwaren gezählt, weil sie vielfach als solche Verwendung finden. Die Gruppe Fertigwaren enthält sämtliche Fertigwaren.