Anteil am Außenhandel. 275 Ungarn oder Italien I890 nur für je 26 Mill. Mark ausführten — andererseits aber auch dadurch, daß die Baumwollindustrie der Schweiz von jeher Neigung hat, sich auf einzelne Artikel zu konzentrieren. Es liegt nun in der Natur der Sache, daß diese Artikel nicht so weit gesteigert werden können, daß sie auf die Dauer eine Erhöhung der Produktion ergeben. Nachdem ein gewisser Höhe punkt erreicht ist, tritt Stillstand oder Rückgang ein. Wir brauchen uns in dieser Richtung nur der früheren Blüte der Türkischrotfärberei oder Jasmas- druckerei der Schweiz zu erinnern. Der schweizerischen Textilindustrie kommt andererseits zu statten, daß sie sehr gute Verbindungen mit allen Überseeländern besitzt, so daß ihr die Pflege des Exporthandels verhältnismäßig leicht fällt. Der Anteil der Textilindustrie am Gesamtaußenhandel der Schweiz. Dieser betrug an der Einfuhr an der Ausfuhr 1890 1913 1890 1913 33,4 Proz. 24,3 Proz. 55,9 Proz. 42,7 Proz. Der Rückgang der Anteile von 1890 bis 1913 ist ein ähnlicher, wie wir ihn in England (S. 100) finden. Von den Textilindustrien der europäischen Länder hat die schweizerische Textilindustrie den höchsten Anteil an der Gesamtausfuhr des Landes. Mit dem Anteil von 4 2 >7 Proz. kann sie in aus gesprochenster Weise als Hauptindustrie der Schweiz bezeichnet werden. E «n- und Ausfuhr von Textilwaren im Jahre 1913 nach dem Zustande der Verarbeitung. Im Inlande gewonnene Rohstoffe. Baumwolle Wolle und Halbwolle Seide und Halbseide Kunstseide Leinen Jute Konfektion Millionen Mark Einfuhr Ausfuhr j Rohstoffe Halb fabrikate Fertig waren Rohstoffe Halb fabrikate Fertig waren 45,9 38,3 19,1 3,7 17,5 191,9 14,2 13,8 34,0 1,8 11,0 12,3 35,0 104,9 13,7 6,5 78,5 135,9 — — 1,6 — — 4,0 2,5 3,2 5,7 — 0,1 3,0 0,1 0,7 2,5 — — — II — — 39,6 — 3,6 I! 97,7 160,9 116,2 12,0 107,1 350,7 18 *