276 Schweiz. Textilindustrie. Die Einfuhr an Rohstoffen, abzüglich der ausgeführten, betrug . 85,7 Mill. Mk. „ „ „ Halbfabrikaten, „ „ „ „ 53,8 „ „ „ Ausfuhr „ Fertigwaren, „ „ eingeführten, „ 234,5 „ „ Rohstoffe. Im Inlande wurden im Jahre 1913 folgende Rohstoffe gewonnen: Etwa 350 t rohe Wolle im ungefähren Werte von 0,6 Mill. Mk. „ 44t Kokons . . „ „ „ an Seide von. . . 0,1 „ „ 0,7 Mill. Mk. Die Gewinnung von Rohstoffen im Inlande ist demnach unbedeutend. Eingeführt wurden im Jahre 1913: Rohbaumwolle für etwa 46 Mill. Mk., und zwar aus Amerika 15600 t, aus Ägypten 10 300 t, aus Britisch-Indien 1030 t. Wolle für 12,9 Mill. Mk. aus Australien, Deutschland und Frankreich. Seide (abzüglich der ausgeführten): Kokons für 1 Mill. Mk., Grege für 21,4 Mill. Mk., Seidenabfälle und defekte Kokons, die von den Florettspinnereien verarbeitet werden, für 6,2 Mill. Mk. Flachs, Hanf und Ramie für 2,2 Mill. Mk. Jute nur ganz unbedeutend. Halbfabrikate. Baumwolle. Die Einfuhr an Halbfabrikaten ist wohl verhältnismäßig hoch, doch ist auch die Ausfuhr bedeutend. Die Einfuhr im Jahre 1913 an rohen Garnen betrug 15,9 Mill. Mk. Davon beziehen sich 8,4 Mill. Mk. auf einfache Garne, und zwar werden vorwiegend feine Garne, größtenteils in der Preislage von 4,40 Mk. pro Kilogramm, in gerin geren Mengen noch feinere Garne (über Nr. 120) in der Preislage von 6,40 Mk. pro Kilogramm aus England eingeführt. 7,5 Mill. Mk. kommen auf gezwirnte Garne, welche ebenfalls aus England, größtenteils in feineren Nummern, in der Preislage von 6,40 Mk. pro Kilogramm und kleinenteils in gröberen Nummern, in der Preislage von 3,50 Mk. pro Kilogramm eingeführt werden. Die Ausfuhr an Garnen im Jahre 1913 beträgt 8,3 Mill. Mk., wobei es sich größtenteils um einfache Garne in der Preislage von 3,60 Mk. pro Kilogramm, die nach Deutschland ausgeführt werden, handelt. Geringere Mengen von ein fachen und gezwirnten Garnen werden nach den anderen Ländern geliefert. Es sei hierbei bemerkt, daß die Ausfuhr an rohen Garnen durch die Konkurrenz von Österreich-Ungarn und Italien, die rlie Ausfuhr billiger roher Garne stark gefördert haben, ständig abnimmt. In gebleichten, mercerisierten oder gefärbten Garnen ist die Einfuhr nicht bedeutend; die Ausfuhr in diesen betrug 3,2 Mill. Mk., die zum größten Teil nach Britisch-Indien geht.