Eszterhäzy von Mitte August 1687, Landtagstext vom 29. November 1687, G. A. II : 1687, sogenannte ungarische Pragmatische Sanktion, usw.] ; man wird nicht mehr zum König, sondern als König gekrönt. Der Krönungseid hat nur mehr die Bedeutung einer Verfassungsgarantie. Und diese ist [nach Apponyi 1 «ein unsympathischer Zug mehr in der Hofpolitik jener Zeit »J eingeschränkt durch den Vorbehalt der Verfassungsrevision, die — wie Turba über zeugend darlegt — zugunsten königlicher Reservatrechte in dem Krönungsdiplom Josephs I. begonnen hat und in Bezug auf die Armee, das Äußere, die Finanzen sowie in anderen Belangen auch wirklich fortgesetzt wurde. Für die madj arischen Autoren freilich brachten in dieser Hinsicht weder die Gesetzartikel von 1687 noch die von 1723 eine Änderung. Wenn nach G. A. II : 1572 Rudolph « im Sinne alter ungarischer Gesetze und Einrich tungen » mit der Heiligen Krone Ungarns gekrönt worden sei, so ist nach v. Timon 2 darunter das alte Gewohnheits recht, a regi szokäsjog 3 zu verstehen, a nemzetben elö jog- meggyözödes, die im Volke lebende Rechtsüberzeugung, und zwar deshalb, weil es kein Gesetz aus der Zeit vor 1687 gibt, mely a koronäzast kötelezöen elöirna [das die Krönung in verpflichtender Weise vorschreiben würde]. Die durch kein Gesetz als konstitutiv vorgeschriebene Krönung « bleibt » nun auch 1687 und 1723 wesentlicher, unvermeidlicher Ubertragungsakt 4 . A magyar nemzet a tronöröklesi rend elfogadäsäval az 1687.evi decretumban, majd az 1723.evi pragmatika szankcioban a Habsburg-dinasztia tronra jogo- 1 In der Rezension über Andrässys « Fönmaradasunk okai »; Pester Lloyd, Jahrg. LVIII, Nr. 287 [3. Dezember 1911], S. 2. 2 A szent korona es a koronazäs közjogi jelentösege [Die Heilige Krone lind die öffentlichrechtliche Bedeutung der Krönung], Buda pest 1907. — Derselbe, Die Entwicklung und Bedeutung des öffentlichrechtlichen Begriffs der Heiligen Krone in der ungarischen Verfassung, in der « Festschrift für Heinrich Brunner », Weimar 1910, s. 309-338. 3 Darüber und über Werböczy : Verfassungswandlungen, S. 32 f. u. S. 30, Anm. 98. 4 v. Timon, A szent korona, S. 9.