45 cessionis, verbunden mit Festsetzung einer «reciproca suc- cessio beeder lineen», unter ausdrücklicher Anerkennung aller bisherigen Konventionen, Dispositionen, leges und consuetudines der Domus Austriaca, womit unter anderem die letztwilligen Verfügungen Ferdinands II. von 1621 und 1635 aufrechterhalten wurden L Das spanische Erbe wird durch den öffentlichen von den drei Akten an Karl und alle seine, also hier entsprechend dem spanischen Staatsrecht auch die weiblichen 1 2 , ehelichen Nachkommen zediert : « Carolo eiusque posteris ex legitimo matrimonio nascituris, non qualitercunque legitimatis aut legitimandis. » Die Zession war an drei sofort publizierte Bedingungen : Aufrechthaltung des ius et ordo successionis totius Domus und der Privilegien ubiviscuiusque populi, zweitens Vorbehalt aller «imperii iura in illas [sic !] pro- vincias, quas praecedentes reges Hispaniae sub quacunque qualitate ab imperio acceperunt et sub imperio possede- runt », drittens Ratifikation der zur Vindikation und dieser Übertragung der spanischen Monarchie erfolgten Konven tionen 3 , und an drei geheime Bedingungen geknüpft. Die eine von diesen ist in den zwei streng geheimen Haupturkunden vom 5. September geregelt 4 . Sie bezieht sich auf den Ducatus Mediolanensis et quae illi cohaerent aut quovis modo subiecta sunt imperii feuda, auf den Marchionatus Finariensis cum annexis feudis No- velli aliisque und auf eorum dependentiae. Um alle diese Gebiete, nicht auch um die übrigen italienischen Reichs lehen wird Spanien verringert. Trotz der landesgesetzlich festgelegten Unteilbarkeit Spaniens behält sich der Kaiser 1 Festschrift, S. IX. 2 Eine ähnliche Stelle im Testament Leopolds I. von 1705 ; vergl. Fournier, Zur Entstehungsgeschichte der Pragmatischen Sanktion Kaiser Karls VI., in der « Historischen Zeitschrift», Bd. XXXVIII [1877], S. 32. 3 Urkunde vom 12. September 1703 über die öffentliche Zession. 4 Turba, Die Pragmatische Sanktion, S.-A., S. 7-10, insbes. S. 8, Anm. 14.