24 in Berührung, in Beziehung, in Willensaktion setzen, deren Ursachen in den psychischen Eigenschaften des Menschen, nicht in der physischen Beschaffenheit der Dinge liegen. „Der Wert ist nicht eine Qualität der Sache, sondern ihr Status, in dem sie infolge des Be dürfnisses nach ihrer objektiven Geeignetschaftheit ge setzt ist. „Sache von Wert“ ist daher ein engerer Be griff als Sache von Brauchbarkeit.“ 1 ) So erscheint nur der Gebrauchswert eines begrenzt vorhandenen Gegen standes oder Lebensverhältnisses als das einzige Objekt und Motiv der wirtschaftlichen Tätigkeit, des öko nomischen Wollens, Begehrens und Handelns. Und diese Motive des Wirtschaftens sind mit Motiven des ganzen seelischen Lebens und des ethi schen Empfindens eng verbunden. Denn alle Motive des Begehrens entspringen aus den Tiefen der Seele, aus dem Wesenswillen des Subjekts, wie Schopen hauer sagt. Schopenhauer hat diese Wechsel wirkung zwischen dem Äußerlichen des Handelns und dem Innersten der Seele in den genialen Worten aus gedrückt: „Die Motivation ist die Kausalität von innen angesehen.“ * 2 ) Dieser großartige Gedanke, daß jedes Stück der konkreten Willensäußerung, des Empfindens und Begehrens, der Bedürfnisse mit dem Innersten der menschlichen Persönlichkeit, ihren Wertgefüblen und Zweckreihen, ihrem Urwillen und ihrem Grundwesen zusammenhängt, ist vor allem in der Wertlehre, in der Analyse der wirtschaftlichen Bedürfnisse und Wert gefühle nicht aus den Augen zu verlieren. Wie oben schon gezeigt, heißen die Gefühle, die entstehen, wenn gewisse wirtschaftlich zu erwerbende ') Rodbertus, Zur Erkenntnis unserer staatswirtsch. Zustände, 1842, S. 3. 2 ) Arth. Schopenhauer, Die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde, § 43.