30 baren Gütermenge nur jene der durch die Gesamt quantität noch gesicherten Bedürfnisbefriedigungen ab hängig, welche für diese Person die geringste Bedeutung unter diesen letztem haben, und der Wert einer Teil quantität ist für jene Person demnach gleich der Be deutung, welche die am wenigsten wichtige der durch die Gesamtquantität noch gesicherten und mit einer gleichen Teilquantität herbeizuführenden Bedürfnis befriedigungen für sie haben 1 ). Die Grenznutzentheorie ist eine Reaktion gegen die ältere politische Ökonomie, die vornehmlich die Massen tauschvorgänge auf dem Markte betrachtete, die in ihren epigonenhaften Entartungen die Volkswirtschaft als einen Mechanismus ansah, den sie durch einfache Formeln, durch sogen, „wirtschaftliche Gesetze“ bemeistern wollte (z. B. die Currency-Schule: eine treffliche Kritik über „das Curreney-Principle und die englische Bankgesetz gebung“ vergl. Marx,. Das Kapital, III. Bd., 2. Teil, 34. Kapitel). Die Grenznutzenlehre hat einen individualpsycho logischen, demokratischen, ja humanen Zug; sie be trachtet das Individuum einzeln und konkret, die Inten sität seiner wirtschaftlichen Bedürfnisse und Unterschieds empfindungen zu ergründen und es demgemäß in rich tige Beziehung zur Gesamtheit (z. B. in der Steuer leistung) zu stellen. Die Ideengänge und vielfach die Anregungen der Grenzwerttheoretiker wurzeln in den Ideenbildungen der modernen Psychophysik 2 ), die das Empfindungsleben des Individuums zum wissenschaft lichen Objekt des Experiments machte, denn sie wurzelt schließlich in Kants „Idee“: „die Qualität der Emp ') Menger, Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, 1871, S. 98—99, überhaupt instruktiv Kapitel III—VI. 2 ) Vergl. A. Wagner, Grundlegung I, 1, S. 73—83.