Worwort. In neuerer Zeit sind des Öfteren Arbeiten erschienen, die es sich zur Aufgabe inachten, zur Besserung der arg darniederliegendeu Gemeindefinanzstatistik beizutragen. Wenn diese Arbeiten auch nicht die fehlende Gesamtstatistik der Gemeindefiuanzen in Deutschlaud oder einzelner Staaten ins Auge faßten, sondern nur die Finanzentwicklung einzelner mehr oder weniger großer Städte in allen Teilen des Deutschen Reiches schilderten, so sind es doch wertvolle Beiträge zur Kommnnalstatistik geworden. Nur die Landgemeinden sind bisher stiefmütterlich behandelt, sei es, daß die Entwicklung still stand, und man sich daher aus einer Statistik für die Wissenschaft keine Vorteile versprach, sei es auch, daß die Zahlen zu klein erschienen und dadurch an Interesse verloren. Trotzdem will ich versuchen, unter Voranstellung der allgenieinen Entwicklung die Finanzwirtschaft einer kleinen Gemeinde darzustellen, die durch die infolge der Nähe Berlins eigentümlichen Verhältnisse der wissenschaftlichen ­ Betrachtung wert erscheint. Mein hochverehrter Lehrer, Herr Reichsrat und Geheimer Hofrat Professor Dr. G. v. Schanz, gab mir die Anregung zu der vorliegenden ­ Arbeit und hat mich stets in liebenswürdiger Weise mit seinem wertvollen Rate unterstützt, wofür ich ihm an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank ausspreche. Zugleich sage ich auch allen Herren, die mir in zuvorkommender Weise durch Überlassung von Akten und anderem Material gefällig gewesen sind, meinen verbindlichsten Dank. Fichtenau, Juli 1913. Der Verfasser.