II. Hauptstück. Die Ausgaben der Gemeinde. Die Sorge für die künftige Ausdehnung und Entwicklung der 'Gemeinde, wie wir sie im ersten Hauptstück eingehend geschildert haben, und die wachsenden Lasten aller öffentlichen Einrichtungen bedingten naturgemäß auch steigende Ausgaben. Sicherheit, Armenpflege, und soziale Fürsorge, Gesundheitspftege, besonders aber das Bauwesen, Bildungswesen und Schuldverzinsung nebst Tilgung beanspruchten immer größere Summen. Da es ferner Pflicht der Gemeinde ist, nicht nur der Gegenwart zu leben, sondern auch Einrichtungen zu treffen, die erst künftigen Geschlechtern zu gute kommen, so ist es erklärlich, daß die Steigerung der kommunalen Ausgaben nicht im Verhältnis zum Wachs tum der Bevölkerung steht. Die jährlichen ordentlichen Ausgaben für die Bedürfnisse des 'Gemeindehaushalts betrugen nach den Voranschlägen: Jahr Summe in Mark Jahr Summe in Mark 1893 4655 1903 25625 1894 5870 1904 53500 1895 6324 1905 54300 1896 6390 1906 30000 1897 6300 1907 44000 1898 11650 1908 50000 1899 8430 1909 60000 1900 8150 1910 80000 1901 10250 ■ 1911 91000 1902 29097 1912 125000 Es sind demnach die Ausgaben der Gemeinde von 6324 Mk. im Jahre 1895 auf 91.000 Mk. im Jahre 1911, d. i. um 1433,96 % gestiegen, während die Zunahme der Bevölkerung sich in engeren Grenzen bewegte; diese stieg von 815 in den gleichen Jahren auf 2173, sie wuchs also nur um 266,62 °/ 0 . Das laufende Jahr mit seinem bedeutenden Bedarf ist gar nicht einnial in den Vergleich einbezogen. Die Gesamtausgaben, wie die Rechnung sie ausweist, belaufen sich in den Jahren 1902—11 auf: