68 c) Brunnen. Eng mit dem Feuerlöschwesen verknüpft, ja eine Vorbedingung für erfolgreiche Bekämpfung des Feuers ist das Vorhandensein guter Wasserverhältnisse. Da eine Wasserleitung nicht besteht, mnßte die Ge meinde für öffentliche Brunnen Sorge tragen; denn das Fließ ist in den meisten Fällen zu weit entfernt. Trotzdem bestehen zur Zeit uur zwei öffentliche Brunnen, einer an der Dorfaue und ein zweiter in der Kolonie seit 1905, der auf Veranlassung des Kreisbrandmeisters gebohrt wurde. Die Unterhaltungskosten sind daher sehr niedrig. In der Gemeinderechnung erscheinen sie erst seit 1906 und werden mit dem Feuerlöschwesen zusammengefaßt. Jahr Ausgaben laut Rechnung in Mark 1966 201,60 19(7 4,05 1909 3,75 1909 1910 15,60 1911 15,25 Der Voranschlag für das Jahr 1912 sieht die Erneuerung des Brunnens auf der Dorfaue mit 436,25 Mk., desgleichen in Fichtenau 387,— Mk. und die Herstellung eines dritten Brunnens in der Kolonie mit 352,50 Mk., also einen Kostenaufwand von 1175,75 Mk. vor. Bei Feuersgefahr werden m. E. die Wehren, zumal wenn mehrere Spritzen eingreifen sollen, meist auf die Privatbrunnen angewiesen sein. d) Straßenbeleuchtung. Es ist noch nicht lange her, daß die Straßenbeleuchtung als ein Luxus galt, den sich nur wohlhabende Städte leisten durften. Die Verwaltungen hielten sie für kein Bedürfnis, so daß noch vor einigen Jahren in einer märkischen Stadt die Verbesserung für Be leuchtung mit der Begründung abgelehnt werden konnte, „Wir Ein heimischen finden den Weg auch so, und die Fremden können sich ihre eigenen Laternen mitbringen". Aber selten hat sich in den kommunalen Verwaltungen ein so großer Umschwung der Anschauungen durchgesetzt, wie in den Fragen der Ortsbeleuchtung; und zwar ist es nicht nur der Wille gewesen, mit der Helligkeit der Straßen die moderne Rich tung in der Verwaltung zu zeigen, den Ort überhaupt für den Un eingeweihten „in besseres Licht" zu setzen, sondern auch die Überzeugung, daß der Einfluß einer guten Straßenbeleuchtung auf die Sicherheit ein bedeutender ist. In unserer Gemeinde hat sich das Bedürfnis nach Straßenbeleuchtung ebenfalls erst spät herausgestellt. Die Landwirte im Dorf brannten für ihren Bedarf eine Hoflaterne, eine Beleuchtung darüber hinaus war für sie nicht notwendig. Erik durch Fichtenauer