70 Gasglühlicht in einer Lichtstärke von 100 Kerzen mit Selbstzündung eine Straßenbeleuchtung, die berechtigten Ansprüchen vollauf genügt. Die Wünsche nach Gasbeleuchtung in allzuweit abseits und zerstreut liegenden Ansiedlungen haben naturgemäß wegen der hohen Kosten, die in gar keinem Verhältnis znm Nutzen stehen, nicht berücksichtigt werden können. Im April 1912 übernahm die Gemeinde die Gasanstalt und stellte von April bis Dezember einen Brennkalender auf, laut dem für die einzelnen Monate 13550,25, 10408,25, 7396,50, 7048,75, 9052,5, 12251,5, 14956,75, 17684,75 und 22365,25 Brennstunden vorge sehen sind. Zur Zeit sind 119 öffentliche Straßenlaternen aufgestellt. Die Verbesserung der Straßenbeleuchtung von 1899 ab ist also eme ganz enorme, demgemäß auch die Entwicklung der Kosten. Jahr Ausgaben in o4t Auf den Kopf der Bevölkerung Quelle 1901 Etat 1902 814,87 0,22 Rechnung 1903 1025,88 0,69 „ 1904 447,20 0,29 „ 1905 829,50 0,53 „ 1906 926,84 0,54 „ 1907 1327,71 0,77 u 1908 1294,08 0,67 „ 1909 1532,63 0,75 „ 1910 5579,99 2,61 „ 1911 3603,08 1,65 „ Petroleumlaternen werden von der Gemeinde nur noch zur Be leuchtung der Verbindungsstraße Fichtenau-Grätzwalde unterhalten. tz) Nachtwächter. Habe ich soeben hervorgehoben, daß eine gute Beleuchtung ein Hauptfaktor der allgemeinen Sicherheit bei Dunkelheit ist, so verdient an dieser Stelle auch eine andere kommmunale Einrichtung, der Nacht wachdienst, Erwähnung. Dieser hat sich aus einer vorübergehenden Einrichtung bei besonderen Anlässen zu einer dauernden entwickelt; die bei Feuersgefahr oder dergl. von den Besitzern gestellten Nachtwächter wurden allmählich beibehalten, eine bestimmte Person mit diesem Amt betraut, die dafür eine Vergütung zuerst in Naturalien, dann in Geld erhielt. Die Pflicht der Besoldung wurde später von der Gemeinde über nommen. Ende des Jahres 1900 machte sich das Bedürfnis geltend,