84 Antrag die Gemeinde zur Reinigung auf Kosten der Grundbesitzer. Von der Verpflichtung der Anlieger zur eigentlichen Straßenreinigung, nahm die Gemeinde deshalb Abstand, weil sie der Ansicht war, daß. eine geregelte Straßenreiuigung auf die Dauer doch nur von der Ge meinde gewährleistet werden kann; ferner leitete sie der Gesichtspunkt,, daß die Sauberkeit der Straßen nicht nur den Hausbesitzern, sondern der Gesamtheit zugute kommt, diese also auch die Kosten aufzu bringen habe. Durch dieses Ortsstatut werden der Gemeinde für die Straßen reinigung vou Jahr zu Jahr größere Opfer auferlegt werden, doch sind die Aufwendungen bisher unbedeutend gewesen. Die Etats bis 1901 weisen keine Beträge aus, erst die Rechnungen von 1902 ab zeigen folgende Ausgaben: Jahr Ausgaben in «F Quelle 1902 138,67 Rechnung 1903 328,38 „ 1901 215,75 „ 1905 216,85 1906 30,65 1907 420,08 „ 1908 184,02 1909 303,— 1910 1099,53 1911 623,18 „ Trotz größter Unregelmäßigkeit der Höhe der Aufwendungen, die sich nach. den Witterungsverhältnissen des Jahres richteten, läßt sich eine Steigerung in den letzten Jahren nicht verkennen. Die Zahlen des Jahres 1910 erklären sich aus der Anschaffung zweier Schneepfliige und den Kosten, die mit einem strengen Winter mit starkem Schneefall verbunden sind. In ähnlicher Entwicklung befindet sich das Abfuhrwesen; während sich bei den ländlichen Verhältnissen des alten Dorfes Mißstände irgend welcher Art nicht herausgestellt hatten, traten diese nach Gründung der Kolonie Fichtenau auf. Bald wurden Klagen laut, daß manche Bau stellen als Abladeplätze für Bauschutt, Müll und andere Abfälle benutzt wurden, ohne daß man diese Rückstände vorschriftsmäßig eingrub. Da wegen Größe des Bezirks die Polizei nur niangelhaft wirken kann, Anzeigen auch immer nicht streng genug geahndet wurden, bildete sich ein großer Übelstand heraus. Als daun mit Zunahme der Bebauung mit Recht geltend gemacht wurde, daß es vor allem Pflicht der Gemeinde sei, für einen Müll abladeplatz zu sorgen, bestimmte man als solchen die Aaskute. Von hier wurde die Müllablage später nach dem Schulzendienstland, das