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        <title>Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen</title>
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            <forname>Friedrich</forname>
            <surname>Wittstock</surname>
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      <div>43 
blicklichen Wert des Grund und Bodens, wie er sich in den zurzeit" 
erzielten Bodenpreiseu spiegelt, unter diesen Umständen viel besser wieder,, 
da dieses den Preis des qm nach dem Durchschnitt der jeweils für den 
qm erzielten Verkaufspreise berechnet, nicht aber auch zu gleicher Zeit 
die Summe der Quadratmeter (die Größe des Blocks) berücksichtigt. 
Da nun aber in der Gemeinde sehr häufig größere Ankäufe aus bäuer 
lichem oder Speknlantenbesitz von gewerbsmäßigen Baustellenverkäufern 
stattfinden, so würden in den betreffenden Jahren nur die von diesen 
für den qm gezahlten Preise als Durchschnittsbodenpreise zur Geltung 
kommen, während die von diesen getätigten Verkäufe mit ihrer Wert 
steigerung nicht ins Gewicht fallen. 
Um jedoch vollkommen sicher zu gehen, will ich beide Durchschnitts 
ziffern angeben und dadurch zugleich den Unterschied zwischen dem Er 
gebnis der Anwendung beider Mittel zeigen; die Umsätze größerer 
Terrains werden nach dem gewogenen Mittel dann stets ein Sinken 
der Bodenpreise vortäuschen. 
Es würde nun ein falsches Bild geben, wenn ich die Bodenpreise 
der ganzen Feldmark durch einen allgemeinen Durchschnitt festlegen 
wollte, da der Wert des Grund und Bodens in Fichtenau bedeutend 
von dem im alten Dorfe, dieser aber wieder von dem im Grätzwalde 
oder gar in den abgelegensten Teilen der Gemarkung abweicht. Ich bin 
daher der Einteilung der Geniarkung in 5 Kartenblätter gefolgt, wie 
sie das Kgl. Katasteramt festgesetzt hat. Bilden diese immerhin auch 
keine geschlossenen Entwicklungsteile, so kommen sich doch hier die Boden- 
preise sehr nahe; trotzdem fühlte ich mich einigemale wegen zu weit 
gehenden Unterschieds der Bodenpreise in demselben Kartenblatt ver 
pflichtet, eine weitere Teilung innerhalb derselben vorzunehmen. 
Kartend latt 1. 
Das auf diesem dargestellte Gelände wird im Norden und Osten 
begrenzt durch das Vorwerk Grüueliude, im Westen von Kartenblatt 5 
und im Süden von Kartenblatt 2. 
Das Terrain befindet sich zum größten Teil noch in landwirt 
schaftlicher Bewirtschaftung; ein Bebauungsplan ist noch nicht speziell 
für das Gebiet nordöstlich des Woltersdorfer Weges, also auch nicht 
für diesen Teil der Gemarkung festgestellt. Trotzdem sind zwei Komplexe, 
die am weitesten vom Dorfe entfernt, in der Nähe der Grünelinder 
Grenze liegen, parzelliert worden. Die Bodeupreise waren naturgemäß 
sehr billig; es sind daher nur kleine Leute, die sich hier Land er 
worben haben. Dadurch, daß diese Leute trotz der Bekauntmachung 
der Gemeinde, daß der Fluchtlinienplan noch nicht festgesetzt sei, sich 
hier ankauften, stehen ihnen große Unannehmlichkeiten bevor, weil der vom</div>
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