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und  die  für  Deutschland  gegebene  Staatsform  und  konnten  nicht
einer  Verfassung  zustimmen,  die  die  Republik  Deutschland  aus
alle  Zeiten  festlegen  wollte.  (Beifall.)  Wir  konnten  nicht  einer
Verfassung  zustimmen,  die  die  Erbärmlichkeit  beging,  die  alten
deutschen  Reichsfarben  in  der  Weise  zu  verleugnen,  wie  man  es
in  ihr  getan  hat.  (Sehr  richtig!)  Wir  konnten  nicht  einer  Verfassung ­
  zustimmen,  die  die  Möglichkeit  der  inneren  Auflösung
des  Reiches  gab,  dadurch,  daß  sie  die  Abtrennung  von  dem
großen  früheren  Bundesstaat  so  erleichterte,  daß  geradezu  'ein
Anreiz  für  diese  innere  Auflösung  durch  diese  Bestimmung  gegeben ­
  war.  Deshalb  glauben  wir,  daß  diese  Ablehnung  der  Verfassimg
  das  war,  was  wir  selbstverständlich  zu  tun  hatten.  (Sehr
wahr!)  Soweit  wir  die  Möglichkeit  hatten,  innerhalb  der  Verfassung ­
  durch  unsere  Mitarbeit  Schlimmes  zu  verhüten,  ist  das
geschehen,  und  ich  nehme  cwi,  daß  Herr  Dr.  Heinze  darüber  in
dem  Tätigkeitsbericht  der  Reichstagssraktion  Ihnen  Näheres
sagen  wird.
Lassen  Sie  mich  der  heutigen  inneren  Politik  gedenken.  Es
kommt  ja  jetzt  bald  der  Jahrestag  der  deutschen  Revolution.  In
den  ersten  Wochen  und  Monaten  sprach  man  davon,  daß  es  not^
wendig  ist,  die  Errungenschaften  der  Revolution  sicherzustellen.
Lassen  Sie  uns  einmal  fragen:  Wo  sind  denn  eigentlich  die
moralischen  Erriingcnschcksten  der  deutschen  Revolution?
Ich  sehe  bisher  lediglich  das  Auflösende  in  ihr  und  vermisse
jeden  aufbauenden  Charakter  bei  dem,  was  sie  uns  gegeben  hau
(Sehr  richtig!)  Wir  sehen,  daß  die  staatliche  Autorität  in  einer
Weise  dahingeschwunden  ist,  daß  die  heutigen  Machthaber  selbst
sie  zurückrufen  möchten,  wenn  es  nur  irgendwie  möglich  wäre.
Wir  sehen,  wie  unsere  wirtschaftliche  Leistungsfähigkeit  auf  ein
Mindestmaß  herabgesunken  ist,  wie  das  Gewissen  des  einzelnen
gegenüber  dem  Staat  und  der  Allgemeinheit  einen  moralischen
Nicderbrnch  erlitten  hat,  wie  wir  ihn  niemals  im  deutschen  Volke
fiir  möglich  geholten  haben.  Das  alte  unbestechliche  Beamtentum ­
  ist  Vergangenheit.  In  der  Gegenwart  ruft  ein  sozialdemokratischer ­
  Reichskanzler  nach  den  Eigenschaften  des  Beamtentums ­
  des  alten  Regimes!  Ordnung  und  Unterordnung  sind  da-