funden  Einigung  des  deutschen  Liberalismus  zu  treten,  das
haben  jene  November-  und  Dezember-Tage  bewiesen,  in  denen
wir  damit  rangen,  darüber  einig  waren,  bis  zu  diesen  geeinten
Liberalen  jene  auflösende  Demokratie  trat,  und  wir  dann  allerdings ­
  erklärten:  Mit  dieser  Demokratie  ist  ein  Bündnis  für
uns  'nicht  zu  flechten.  Ich  darf  gegenüber  den  vielen  Legenden,
die  über  diese  Einigungsverhandlungen  verbreitet  werden,  doch
einmal  das  eine  feststellen:  Alle  die  Tatsachen,  die  wir  über  jene
Verhandlungen  in  unserer  kleinen  Schrift  „Die  Entstehung  der
Deutschen  Volkspartei"  niedergelegt  haben,  sind  auch  nicht  mit
irgendeinem  Wort  von  demokratischer  Seite  zu  widerlegen  versucht ­
  worden.  Wir  dürfen  also  annehmen,  daß  man  auf  jener
Seite  anerkennt,  daß  hier  die  rein  aktenmäßige  Feststellung  der
damaligen  Verhältnisse  gegeben  ist  und  daß  deshalb  jeder  bewußte ­
  Unwahrheit  spricht,  wenn  er  noch  weiter  biefe  Verhältnisse
  zu  verdrehen  sich  bemüht.  sSehr  richtig.)
Meine  Damen  und  Herren!  Ich  glaube,  wir  sind  auf  dem
Wege  zu  einer
weitgehenden  Einigung  des  Liberalismus
in  Deutschland,  und  zwar  innerhalb  der  deutschen  Wählerschaft
ssehr  richtig!),  denn  die  deutsche  Wählerschaft/  die  liberal  und
nicht  kosmopolitisch-demokratisch  empfindet,  strömt  in  einer
Weise  der  Deutschen  Volkspartci  zu,  daß  wir  hoffen  können,  sie
in  Bälde  wieder  im  Rahmen  unserer  Partei  zu  umfasseip  sBeifall),
  denn  sie  erkennt,  von  welch  falschen  Voraussetzungen'  sie
ausgegangen  ist,  als  sie  einst  zur  Demokratischen  Partei  ging.
Wenn  wir  heute  in  Norddeutschland  erleben,  daß  beinahe  ganze
Vorstünde  von  Ortsgruppen  der  Deutschen  Demokratischen  Partei ­
  kommen,  wenn  die  „Kölnische  Zeitung"  melden  kann,  dag  im
besetzten  Gebiet  ganze  demokratische  Vereine  zur  Deutschen
Vvlkspartei  übergehen  sBeisall),  dann  sehen  wir  darin  die  wachsende ­
  Erkenntnis  der  Wählermassen  einmal  davon,  daß  sie  die
sen  Zusammenhang  der  bürgerlichen  Idee  gegenüber  der  Sozialdemokratie ­
  in  der  Demokratischen  Partei  vermißt  hat,  und
ferner,  wie  falsch  sie  seinerzeit  gehandelt  haben,  als  sie  glaubten,
in  jenem  Lager  die  Fahne  des  gegen  die  Sozialdemokratie  in