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den  Lebensfragen  des  Volkes  kämpfenden  Bürgertums  wehen  zu
sehen.
Ich  darf  mit  einem  Wort  aus  die  Zcntrumspartei  eingehen.
Die  Zentrumspartei  hat  den  letzten  Wahlkampf  mit  uns  zusammen ­
  geführt.  Sie  hat  ihn  geführt  in  der  Listenverbindung
und  hat  -ihn  vielfach  auch  in  der  Weise  geführt,  daß  wir  uns
gegenseitig  nicht  angriffen,  die  Stoßkraft  vielmehr  gegen  links
richteten.  Es  zeigt  die  große  Anpassungsfähigkeit,  die  die  Zentrumspartei ­
  stets  bewiesen  hat  (Heiterkeit),  daß  sie  sofort  nach
dem  Wahlkampfe  mit  dem  Schwergewicht  ihres  Einflusses  auf
die  andere  Seile  ging.  Ich  habe  die  Empfindung,  daß  sich  im
Zentrum  aber  auch  mehr  und  mehr  eine  Scheidung  der  Geister
bemerkbar  macht  (sehr  richtig!),  um  so  mehr  sich  bemerkbar
machen  wird,  als  zwei  Kennzeichen  in  der  heutigen  Zentrumspart-ei ­
  gegeben  sind:  Auf  der  einen  Seite  sozialpolitische  Demagogie ­
  in  vieler  Beziehung  ssehr  richtig!),  auf  der  anderen  Seite
eine
Unbeständigkeit  in  Lebensfragen  der  deutschen  Zukunft,
welche  nationalen  deutschen  Katholiken,  die  zur  Zentrumspartei
gehören,  in  ihrer  überwiegenden  Mehrheit  nicht  billigen  und
nicht  -billigen  werden.  Wenn  ich  viele  Angriffe  gegen  die  Sozialdemokr-atie
  ausspreche,  so  muß  ich  ihr  das  eine  doch  zugestehen:
In  der  Frage  des  Verbleibens  unserer  Grenzlande  bei  Deutschland ­
  hat  die  Sozialdemokratie  sich  hundertmal  nationaler  erwiesen ­
  als  viele  Teile  der  Zentrumspartei.  (Lebhafte  Zustimmung.) ­
  Wir  wollen  dankbar  anerkennen,  daß  die  deutsche
Reichseinheit,  der  Gedanke  der  Zugehörigkeit  zum  Deutschen
Reich  auch  in  Zeiten  der  Not  -und  Trübsal  bet  den  sozialdemolratischen
  Arbeitern  tiefe  Wurzeln  geschlagen  hat,  und  daß  sie
jetzt  dazu  beigetragen  haben,  daß  bisher  diese  Versuche  der  Abtrennung ­
  nicht  zum  Erfolg  geführt  haben.  (Lebhafte  Zustimmung.) ­
  Wenn  ich  schließlich  um  mich  mit  der  Persönlichkeit  des
Leiters  unserer  Reichsfinanzen  an  dieser  Stelle  zu  beschäftigen,
nur  den  Namen  des  Herrn  Erzberger  nenne  (Lachen),  so  darf
ich  bei  der  Betrachtung  unserer  Stellung  zur  Zentrumspartei
nur  die  eine  Tatsache  feststellen,  daß  unter  denen,  die  zur