6 — Die deutsche Handelsschiffahrt — bete wichtige Erwerbszweige, welche in hohem und wachsendem ­ Maße an der Ausfuhr interessiert sind: vor allem die Textilindustrie in allen ihren Zweigen, welche ebenfalls ­ im Jahre 1913 den Ausfuhrwert von einer Milliarde überschritten hatte, dann die Zuckerindustrie, unser großes, ­ mit der deutschen Landwirtschaft so eng verknüpftes Exportgewerbe, weiter eine Reihe von Industrien, deren Leistungsfähigkeit spezifischem deutschen Erfindergeist zuzuschreiben ­ ist, wie die Industrien der Anilin- und Teerfarbstoffe ­ und der chemischen und pharmazeutischen Fabrikate ­ überhaupt, und endlich eine ganze Reihe anderer wichtiger Industrien, wie etwa die Papierindustrie, die Lederindustrie, die elektrische Industrie usw., Industrien, welche alle gerade in dem letzten Jahrzehnt ihre Ausfuhrtätigkeit ­ wesentlich haben erhöhen können. Erinnert aber sei noch gerade in diesem Zusammenhang an die erfolgreiche ­ und rasche Ausdehnung unserer Handelsschiffahrt seit der Gründung des Deutschen Reiches: während im Jahre 1873 die Seereisen deutscher Schiffe mit Ladung erst einen Nettoraumgehalt von 6,7 Millionen Reg.-tons repräsentierten, ­ war im Jahre 1913 diese Ziffer auf 50 Millionen Reg.-tons angewachsen. Diese Zunahme aber war wesentlich auf die Reisen deutscher Seeschiffe zwischen deutschen und außerdeutschen Häfen einerseits und zwischen außerdeutschen Häsen andererseits zurückzuführen. Man könnte diesen Zahlen natürlich eine stattliche Anzahl weiterer ­ Belege und Tabellen anreihen, welche den Aufschwung ­ der Volkswirtschaft des jungen Deutschen Reiches beweisen. Aber diese wenigen Ziffern genügen schon, um darzutun, wie sich auch für das Deutsche ^ 'ich die geschichtliche ­ Tatsache bewahrheitet hat: daß . e Stärkung der politischen Macht durch Vereinheitlichung ­ im Innern und größerer politi-