24 — Voraussetzung friedlicher Verhältnisse — Flottenmacht gedeihen kann, welche diesen Leiden Erwerbs zweigen Und den mit ihr zusammenhängenden Erwerbs^ zweigen im Innern des Landes die kontinuierliche Ent wicklung auch während eines neuen Krieges sichert. Nicht zuletzt war England deshalb unser weltwirtschaftliches Em porkommen ein Dorn im Auge, weil es wußte, daß mit dieser Entwicklung eine Steigerung unserer Seestreitkräfte Hand in Hand gehen mußte, wenn diese Entwicklung nicht aus einer völlig unsicheren Basis geschehen sollte. Ein Eng land, das wir nicht besiegen würden, müßte konseguenter- weise nach wie vor nichts stärker anstreben, als den Kampf gegen die Vergrößerung unserer Seestreitkräfte, welche es trotz ihrer Jugend vermocht haben, das bisher nie ange griffene Jnfelreich wirtschaftlich und militärisch schwer zu schädigen. Nur ein besiegtes England wird sich in das Unvermeidliche fügen müssen: unsere Flotte so anwachsen zu sehen, wie es nicht nur unse ren militärpolitischen, sondern unseren berechtigten welt wirtschaftlichen Ansprüchen entspricht. Besiegen müssen wir England, um unsere weltwirt schaftlichen Beziehungen im Falle eines zukünftigen Krie ges sicherzustellen und damit unserem Außenhandel, un serer Seeschiffahrt und unseren auswärtigen Unternehmun gen die Kontinuität der Wirtschaftsführung sowie das un bedingte Gefühl der Sicherheit für die Zukunft zu gewähr leisten. Aber selbst wenn man von der Unterstellung spä terer kriegerischer Ereignisse in diesem Zusammenhange absieht, und eine Dauer friedlicher Verhältnisse zur Grund lage aller Betrachtungen über unsere weltwirtschaftliche Zukunft macht, kann ein unbesiegtes England das Deutsche Reich an der Entfaltung seiner weltwirtschaftlichen Gel tung auf das Schwerste behindern.