— Eine neue Atmosphäre — 27 2. August 1916 über die Beschlüsse der Pariser Wirtschafts- konferenz (vergl. die Wiedergabe dieser Rede in der An lage dieser Schrift). Diese Debatte zeigte deutlich die Ab kehr alter englischer Freihändler, wie sie in Asquith und Chiozza Money bisher besonders stark vertreten waren, von der bisherigen Handelspolitik Großbritanniens. Die Zeitschrift „Spectator", welche ebenfalls seit Jahren von einem starken Anhänger des Freihandels, Mr. Strachey, geleitet wurde, schrieb am 5. August 1916 in ihrem Be richte über die Debatte: „Persönlich bleiben wir Frei händler in dem Sinne, daß wir glauben, daß ein unbe hinderter Handel, eine völlige Freiheit des Austausches, der kürzeste Weg zum Reichtum ist. Aber wir müssen ein gestehen, daß wir Freihändler in der Vergangenheit den Unsicherheitsfaktoren nicht genügend Rechnung getragen haben, welche vorhanden sein würden, wenn wir den Weg des geringsten Widerstandes Lefchreiten würden. Wir haben Deutschland zu freigebig Aufnahme gewährt und Deutschland hat natürlich keine Bedenken gehabt, von die ser Aufnahme einen unehrlichen und brutalen Gebrauch zu machen." Auch in der Besetzung der obersten Stellen der Handelskammer von Manchester hat schon vor einigen Mo naten die Frage der zukünftigen Handelspolitik einen Wechsel'zu Gunsten der schutzzöllnerischen Richtung herbei geführt. Diese neue Atmosphäre wird den Zielen des britischen Imperialismus viel dienlicher sein als die alte. Auch die finanziellen Verhältnisse werden England nach dem Kriege vielleicht dazu drängen, nicht nur die bloßen Finanzzölle zu vermehren oder zu erhöhen, sondern auch Schutzzölle ein zuführen. Man wird in England nicht umhin können, die Kolonien für ihre bereitwillige Mitwirkung an dem Kriege