Englische Urteile 39 hätten, die Hand auf den sogen, „muck and truck"-Handel zu legen, d. h. den Ausfuhrhandel in den verschiedensten Waren, wie Haaren, Saatgut, Fellen usw. Dieser Han delszweig habe zuerst die Aufmerksamkeit der Deutschen in China auf sich gelenkt, und man müsse zugeben, daß die Deutschen überaus erfolgreich in der Entwicklung dieses Handelszweiges gewesen seien. Sehr interessant ist ferner in demselben Bericht das, was über den Feldzug der eng lischen Farbenindustrie gegen die Herrschaft der deutschen Farbenindustrie in China gesagt wird. Der Manchester Guardian mutz geradezu gestehen, datz der deutsche Chemiker „sich mehr Mühe gäbe und ausdauernder sei als der eng lische"; immerhin dürfe man die englischen Chemiker nicht für „das Fiasko" in der Farbenindustrie verantwortlich machen, „über es sei zweifelhaft, ob man dem englischen Geschäftsmann ebenfalls Vorwürfe ersparen könne; seine Leistungen in andern Zweigen angewandter Wissenschaft seien keineswegs beruhigend". Demgegenüber fei „die Energie und Tüchtigkeit der deutschen Verkaufsorganisa tion schon seit Jahren ein Anlatz der Bewunderung für die englischen Färbereien gewesen". Schon in Friedenszeiten ist von den Engländern, so z. V. von dem bekannten Schriftsteller Dawson, hervorgehoben worden, datz das große Geheimnis deutscher Wirtschastserfolge im Ausland darin bestehe, datz die Deutschen sich nicht des Zwischenhan dels bedienten, sondern persönlich und der Sprache des fremden Landes mächtig die Geschäftsabschlüsse zustande brächten. Auch hier ermahnt nun der Manchester Guar dian, nachdem er hervorgehoben hat, datz die englische Ma schinenindustrie bisher die durch den Krieg geschaffenen Vorteile nur wenig ausgenützt habe, zur Nachahmung deutscher Methoden. „Wie auf anderen Gebieten, so haben die Agenten der großen deutschen Jndustrieunternehmun-